Titel: Jenkins's mechanische Violine.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 75, Nr. XXXII./Miszelle 5 (S. 157–158)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj075/mi075032_5

Jenkins's mechanische Violine.

Eine der sinnreichsten Erfindungen an den Musikinstrumenten, schreibt das Mechanics' Magazine in Nr. 846, verdanken wir Hrn. Jenkins, Organisten an der Lurgan's Kirche in Belfast. Das Instrument besteht aus einem großen Violinsarge ohne Hals oder Fingerbrett, welcher horizontal in einem Gestelle angebracht ist, und auf dem eine größere Anzahl von Saiten als an einem Violoncelle aufgezogen ist. Die Saiten werden an dem einen Ende des Sarges mit einem Bogen gestrichen, während sich an dem der linken Seite des Spielers entsprechenden Ende ein Griffbrett befindet, welches mit dem an den Pianofortes gebräuchlichen Ähnlichkeit hat. Sämmtliche Saiten befinden sich gleichzeitig unter |158| dem Striche des Bogens; um jedoch die Discordanz zu verhüten, welche eintreten würde, wenn ein Pianoton erfordert wird, kann jede Saite nach Belieben außer Berührung mit dem Bogen gebracht werden, und zwar mittelst einiger Tritte, die mit den Füßen in Bewegung gesezt werden, und mit einem innerhalb des Instrumentes angebrachten Dämpfer in Verbindung stehen. Das Instrument gibt äußerst kräftige Töne, und bildet bei der großen Mannichfaltigkeit seiner Töne eines der trefflichsten Orchesterinstrumente. Neben einem großen Piano gespielt, vermag es dessen Töne beinahe zu erstiken. Wenn auch das Princip desselben nicht ganz neu genannt werden kann, so ist doch wenigstens diese Anwendung desselben ganz neu und in der That einzig.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: