Titel: Ueber die durch das Auslassen von Gasröhren veranlaßten Explosionen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 75, Nr. XLV./Miszelle 10 (S. 244–246)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj075/mi075045_10
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Ueber die durch das Auslassen von Gasröhren veranlaßten Explosionen.

Hr. Arago bemerkte bei Gelegenheit einiger Explosionen, die sich kürzlich in Paris ereigneten, daß es aus den von den Behörden hierüber angestellten Untersuchungen hervorgehe, daß die Explosionen nie in der in den Zimmern befindlichen Luftmasse Statt finden. Die Röhren lassen gewöhnlich an den Winkeln aus, die sie bilden, indem sie sich abbiegen oder von einem Stokwerke zum anderen übergehen. Das Gas sammelt sich daher in den zwischen den Plafonds befindlichen hohlen Räumen an, und bildet daselbst ein explosionsfähiges Gasgemisch, welches explodirt, wenn sich die Arbeiter mit dem Lichte, dessen sie sich zur Entdekung der Auslaßstelle bedienen, nähern. Ein Beweis dafür, daß sich das Gas nicht leicht in den höher gelegenen Zimmern ansammelt, liegt nicht nur in dem größeren specifischen Gewichte des Gases, sondern ergibt sich auch daraus, daß noch nie durch das Herumtragen eines brennenden Lichtes in den Zimmern eine Explosion veranlaßt wurde. Bei einer in Orleans vorgekommenen Explosion theilte sich der Plafond in zwei Theile, von denen der obere mit den darauf befindlichen Personen nach Aufwärts, der untere dagegen nach Abwärts geschleudert wurde. (Echo du monde savant 1839, No. 496.)

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