Titel: Ueber verschiedene neuere Benuzungen des Speksteines.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 75, Nr. LVIII./Miszelle 10 (S. 327)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj075/mi075058_10

Ueber verschiedene neuere Benuzungen des Speksteines.

Hr. Jobard gibt in dem interessanten Berichte, den er der belgischen Regierung über die im J. 1839 in Paris gehaltene Industrie-Ausstellung erstattete, einige bisher noch unbekannte Benuzungen des Speksteines oder Steatits an. Er sagt nämlich, daß er das Geheimniß eines Spinners, welcher Faden von außerordentlicher Feinheit, die gleichsam nur aus einzelnen, an den Enden an einander gestükten Flachsfasern bestanden, für die Spizenfabrication lieferte, zu entdeken das Glük hatte. Die Verbindung der Fasern geschieht nämlich mittelst unfühlbaren Speksteinpulvers auf solche Weise, daß sie gleichsam neben einander gleiten, ohne sich in einander zu verhaken. – Dasselbe Pulver leistet auch den Lithographen gute Dienste zum Ueberziehen des Leders ihrer Preßdekel. Es gelang Hrn. Jobard mit Hülfe dieses Pulvers und ohne daß er eine Falte zu machen gebraucht hatte, die größten Uebertragungen auf gummirten Taffet zu bewerkstelligen. Alle Versuche seiner Geschäftsgenossen, ein Gleiches zu vollbringen, scheiterten, weil ihnen dieser einfache Kunstgriff nicht bekannt war. Schon seit dem Jahre 1826 war Jobard im Stande, auf diese Weise durch einfache Abklatschung Flaxman'sche Werke so vollkommen zu copiren, daß die Copie nicht von dem Originale zu unterscheiden war. (Mémorial encyclopédique, Okt. 1839, S. 611.)

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