Titel: Esquilant's Methode zur Darstellung verschiedener Ornamente.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 75, Nr. LVIII./Miszelle 6 (S. 325)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj075/mi075058_6

Esquilant's Methode zur Darstellung verschiedener Ornamente.

In den Transactions of the Society of arts ist eine von Hrn. Esquilant angegebene Methode zur Darstellung von Blumen, Blättern, Früchten u. dgl., welche als Ornamente dienen sollen, und die wie das schönste Schnizwerk aus Holz aussehen, enthalten, und folgendermaßen beschrieben. „Man verschafft sich metallene Model für die einzelnen Blätter, so wie auch für die Blumenblätter und sonstigen Theile, aus denen die Blumen bestehen. Ferner schneidet man aus Leder von gehöriger Dike Stüke von der den gewünschten Blättern, Blumenblättern etc. entsprechenden Form und Größe, welche man einen oder zwei Tage über in eine Auflösung von Harz in gewöhnlichem Terpenthinöhle einweicht. Sind die Lederstüke durch und durch mit dieser Auflösung getränkt, so nimmt man sie heraus, wischt sie ab, und preßt sie kalt und mit hinlänglicher Kraft in den Modeln. Sie erhärten beim Troknen durch Verdünstung des ätherischen Oehles dermaßen, daß sie ihre Form unverändert beibehalten, wenn sie auch der Feuchtigkeit ausgesezt werden. Aus den einzelnen Stüken kann man mit Bändern, Leim und anderen Bindemitteln verschiedene Blumen und andere Dinge zusammensezen, die man zulezt mit einem Anstriche, einem Firnisse, oder einer Vergoldung überziehen kann. Zur Darstellung von Früchten nimmt Hr. Esquilant fein gemahlene Sägespäne, welche er mit Leim, etwas Harz und Terpenthin zur Consistenz von Glaserkitt anmacht, und woraus er dann mit der Hand oder in Modeln die gewünschten Früchte formt, die, wenn sie troken geworden, wie Holz aussehen und von größerer Härte sind als dieses. – Zu Blumen mit dünnen Blumenblättern, wie z.B. Rosen und Nelken, nimmt er öfter ausgewalztes Zinkblech, welches er in Modeln preßt. Das auf obige Weise zubereitete Leder hat vor dem Holze und dem Papiermaché das voraus, daß es diesen beiden nicht an Härte nachsteht, dabei aber so zäh ist, daß es nicht leicht bricht. Man kann es daher zu sehr stark vorspringenden Ornamenten verwenden, ohne daß man befürchten darf, daß es bricht. Die Kosten sind alle in Rechnung gebracht nur unbedeutend.“

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