Titel: Sir Will. Burnett's Methode vegetabilische und thierische Substanzen vor Verwesung zu schüzen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 75, Nr. LXXXI./Miszelle 18 (S. 492)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj075/mi075081_18

Sir Will. Burnett's Methode vegetabilische und thierische Substanzen vor Verwesung zu schüzen.

Die Methode vegetabilische und thierische Substanzen vor Verwesung zu bewahren, auf welche sich der Ritter William Burnett am 26. Julius 1838 ein Patent geben ließ, beruht auf der Anwendung von salzsaurem Zinke. Man füllt eine aus Holz oder einem anderen geeigneten Materials gearbeitete Bütte zu 2/3 mit einer Auflösung salzsauren Zinkes, zu welcher auf je 5 Gallons Wasser ein Pfund von dem Salze genommen worden. Wenn die Auflösung 10 bis 12 Stunden lang gestanden, so bringt man das Holz, den Canevaß, das Segeltuch, das Tauwerk, den Hanf, den Flachs, die Wolle oder die sonstige zu schüzende Substanz in dieselbe, und hält sie gänzlich damit bedekt. Holzwerk hat je nach seiner Größe und Dike 10 bis 21 Tage in der Auflösung zu verbleiben; d.h. bei einer Dike von 8 bis 13 Zollen und darüber soll es 21; bei einer Dike von 4 bis 8 Zollen 14, und bei einer Dike von weniger dann 4 Zollen nur 10 Tage lang ein geweicht bleiben. Das eingeweicht gewesene Holz muß zum Behufe des Troknens an einen gegen die Witterung geschüzten Ort gebracht werden. Hänfene und wollene Zeuge müssen 48 Stunden lang eingeweicht, und dann an einem geschüzten Orte getroknet werden. Bei der Behandlung von Tauwerk, dessen Dike über 2 Zoll beträgt, soll man den Hanf oder das Garn, woraus dasselbe fabricirt wird, 48 Stunden lang einweichen; dagegen reicht für alles Tauwerk von weniger als 2 Zoll Dike ein 7stündiges Einweichen hin. Für Tauwerk, welches getheert werden muß, soll man das Garn 48 Stunden lang in die Auflösung einweichen und dann troknen, bevor man zum Theeren schreitet. Das zum Baue von Schiffen und Häusern bestimmte Holzwerk soll nicht nur der angegebenen Behandlung unterstellt werden, sondern hierauf einen Anstrich bekommen, den man sich durch Abreiben von unreinem Zinkoxyde oder Galmey mit Oehl oder einem anderen angemessenen Vehikel bereitet. Dieser Anstrich eignet sich für alle Holzgefüge, für die unteren Seiten der Magazinplatformen, und überhaupt für alle Platformen, welche sich an Linienschiffen unter der Kuhbrüke, an Fregatten unter den unteren Verdeken, und an den Sloops und kleineren Fahrzeugen unter den oberen Verdeken befinden. In Häusern kann man die innere Seite der Fußboden und überhaupt alles Holzwerk, welches sich unter der Oberfläche des Fußbodens befindet, damit überstreichen. (Repertory of Patent-Inventions. Decbr. 1839.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: