Titel: Verbesserungen am Daguerréotyp.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 75, Nr. LXXXI./Miszelle 9 (S. 489)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj075/mi075081_9

Verbesserungen am Daguerréotyp.

Hr. Soleil hat ein neues Verfahren ausgemittelt, um das Queksilber auf den mit dem Daguerréotyp erhaltenen Bildern anzubringen. Bei der jezt üblichen Methode muß man nämlich eine ziemlich große Menge flüssigen Queksilbers bei sich führen, was besonders auf Reisen unangenehm ist, weil man Gefahr läuft, die Queksilberflasche und auch den Queksilberthermometer zu zerbrechen. Hr. Soleil benuzt ein Amalgam, bestehend aus 1 Theil Silber (welches aus salpetersaurem Silber mit Kupfer niedergeschlagen ist) und 5 Theilen destillirten Queksilbers. Dieses Amalgam ist teigartig. Um es anzuwenden, taucht man eine kleine Silberspatel hinein, woran genug Amalgam zurükbleibt, damit man eine Scheibe Feinsilber von beiläufig 4 Cent. (1 1/2 Zoll) Durchmesser und 1 Millimet. (1/2 Linie) Dike schwach einreiben kann. Diese amalgamirte Scheibe wird auf den Boden des Queksilberkästchens gelegt. Man stellt die Metallplatte, worauf das Bild erzeugt werden soll, wie gewöhnlich auf und erhizt den Boden des Kästchens ganz schwach, bis das Bild sich zeigt.

Hr. Séguier, der sich viele Mühe gibt, die Daguerréotypie zu vereinfachen, hat der französischen Akademie Metallplatten vorgelegt, welche beweisen, daß man sie weder mit Oehl zu poliren noch zu erhizen braucht.

Hrn. Gaudin scheint es gelungen zu seyn, die mit dem Daguerréotyp erzeugten Bilder von der Hand unverwischbar zu machen. (Echo du monde savant, No. 520 und 522.)

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