Titel: Faulkner's Verbesserungen an den Pumpen und Ventilen.
Autor: Faulkner, Lot
Fundstelle: 1840, Band 76, Nr. LXXX. (S. 325–326)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj076/ar076080

LXXX. Verbesserungen an den Pumpen und Ventilen, welche auch an den Feuersprizen und an anderen derlei Apparaten anwendbar sind, und worauf sich Lot Faulkner, Calicodruker in Cheadle in der Grafschaft Chester, am 11. April 1839 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem London Journal of arts. Febr 1840, S. 360.

Mit Abbildungen auf Tab. V.

Meine Erfindungen betreffen: 1) eine gewisse Anwendung und Anordnung von Lederstüken an den Pumpeneimern, Ventilen und Kolben, um hiedurch eine vollkommen dichte, elastische und dauerhafte Liederung zu erzielen. 2) die Benüzung von solchen Ventilen oder Kolben an gewissen Apparaten, welche zum Löschen von Feuersbrünsten, als Schiffspumpen, zum Begießen in Gärten und anderen derlei Zweken bestimmt sind.

Fig. 10 ist ein Aufriß eines Pumpeneimers; Fig. 11 ein durch dessen Mitte geführter Durchschnitt; Fig. 12 ein Grundriß oder eine Scheitelansicht; Fig. 13 ein Durchschnitt nach der in Fig. 11 angedeuteten punktirten Linie.

a, a ist die Kolbenstange; b, b der Eimer oder Kolben; c, c, c, c sind mehrere Lederstüke, welche durch Hefte oder auf andere Weise so mit einander verbunden sind, daß sie einen Ring von einiger Höhe bilden, die jedoch an ihren Enden nicht ganz an einander stoßen, damit sie einen gehörigen Grad von Elasticität besizen, und hiedurch dicht gegen die Wände des Pumpenstiefels angedrängt werden. d, d, d, d sind ähnliche einen Ring bildende Lederstüke, deren Elasticität noch durch eine leichte Feder aus Messing oder einem anderen Metalle gesteigert wird. e, e ist eine Röhre oder Fütterung aus Leder, welche eine |326| schwache Compression zuläßt, so daß die Lederstüke c und d durch das Haupt f, f und den oberen Ring g, g fest zusammen gepreßt werden können. Das Ventil oder den Wasserweg sieht man bei h, h.

Die Anwendung dieser Verbesserungen an den Feuersprizen und anderen derlei Maschinerien erhellt aus den Längen- und Querdurchschnitten Fig. 14 u. 15, an denen a, a, a das Gestell und den Wasserbehälter andeuten; b, b, b sind die drei Pumpenstiefel, welche mittelst der dreimal abgeknieten Wellen c, c, c, der Führer d, d, d und der Kolbenstangen e, e, e in Betrieb gesezt werden. An dem unteren Ende dieser Pumpen, Stangen und Kolben sieht man die verbesserte Betriebsweise. Es ist nämlich f, f die oben beschriebene eigenthümliche Liederung; g die Einmündung des Saugrohres; h, h der an die Pumpenstiefel führende Wassercanal; und i, i die Röhre, durch welche die Flüssigkeit austritt.

Sollte der Apparat zum Emporpumpen von Säuren oder anderen äzenden Flüssigkeiten bestimmt seyn, so nehme ich zur Zusammensezung der Ringe c und d abwechselnd Stüke aus Leder und Messing; und statt der ledernen Röhre e eine in vier Theile abgetheilte dünne Fütterung aus Messing.

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