Titel: Burr's verbesserte Methode Blei und andere weiche Metalle auszuwalzen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 76, Nr. XVII./Miszelle 11 (S. 79–80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj076/mi076017_11

Burr's verbesserte Methode Blei und andere weiche Metalle auszuwalzen.

Das Patent, welches Thomas Burr, Kaufmann von Shrewsbury, am 8. August 1839 auf eine verbesserte Methode Blei und andere weiche Metalle auszuwalzen |80| nahm, lautet im Wesentlichen wie folgt: „Meine Erfindung beruht auf dem Auswalzen des Bleies und anderer weicher Metalle mit Walzen, die mit Dampf, heißem Wasser oder heißer Luft, worunter ich jedoch dem Dampfe den Vorzug gebe, geheizt werden. Um mir die zu diesem Zweke dienlichen Walzen zu verschaffen, bohre ich die Walzen in ihrer Mitte und von einem Ende zum anderen in einer Weite von 3/4 Zoll im Durchmesser aus. In jedes der auf diese Weise an den Enden der Walzen erzeugten Löcher seze ich sodann eine aus Kupfer oder einem anderen Metalle bestehende Röhre von einem halben Zolle im Durchmesser, in deren Wände Löcher gebohrt sind, so ein, daß sie bis auf ungefähr 2/3 der Lange der Walzen hineinreicht. Das andere Ende dieser Röhre bringe ich mit einem Dampfkessel in Verbindung, und an dem Eintritte der Röhre in die Walze sorge ich für eine dampfdichte Liederung. Zum Behufe der Ableitung des in den Walzen zu Wasser verdichteten Dampfes befestige ich an dem anderen Walzenende eine Röhre, und zwar mittelst eines Drehgelenkes, wie man es an den Gasgefügen, an den Feuersprizenschläuchen und in verschiedenen anderen Fallen anzuwenden pflegt. Ich halte mich übrigens nicht an die Ausbohrung der Walzen zu 3/4 Zoll Durchmesser, obwohl ich gewöhnlich diese Dimension befolge. Der Dampf, den ich benüze, hat im Kessel einen Druk von 10 Pfunden auf den Quadratzoll.

Sollen die Walzen mit heißem Wasser erhizt werden, so bediene ich mich zwar ähnlicher Röhren, verbinde diese aber auf solche Weise mit einem gehörig gebauten Kessel, daß von diesem aus durch die Röhren und durch die Walzen beständig heißes Wasser strömt, und daß dieses Wasser, nachdem es zu dem fraglichen Zweke gedient hat, wieder in den Kessel zurükkehrt. Es ist dieß ganz dieselbe Einrichtung, wie man sie bei der Heizung mit heißem Wasser hat, und wie sie jedem Mechaniker bekannt ist. Auch bedarf es kaum der Erwähnung, daß an den Ein- und Austrittsstellen der Röhren für einen hinlänglich wasserdichten Verschluß gesorgt werden muß.

Soll die Erhizung der Walzen mit heißer Luft geschehen, so treibe ich die Luft mittelst irgend eines entsprechenden Gebläses durch eiserne oder andere Röhren, welche von Außen erhizt werden, und die an dem einen Ende mit den Walzen verbunden sind. Je kleiner der Durchmesser dieser Röhren, und je größer die Lange, in der sie dem Feuer ausgesezt sind, um so starker wird die Erhizung der Luft seyn. Ich ziehe übrigens, wie gesagt, Dampf als Heizmittel der Walzen vor.“ (Repertory of Patent-Inventions. März 1840, S. 152.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: