Titel: Ueber Hrn. Nepveu's hängende Eisenbahnen
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 76, Nr. XVII./Miszelle 5 (S. 75–76)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj076/mi076017_5
|76|

Ueber Hrn. Nepveu's hängende Eisenbahnen

berichtet das Echo du monde savant, nachdem dessen Redacteur den damit angestellten Versuchen beigewohnt hat, in seiner Nr. 506 Nachstehendes. „Es ist nicht möglich, ohne Zeichnungen das Eisenbahnsystem des Hrn. Nepveu durch eine Beschreibung zu versinnlichen. Wir beschränken uns daher darauf, zu bemerken, daß jeder gewandte Arbeiter eine Bahn der neuen Art herzustellen im Stande ist, daß sich Bahnen dieser Art allerwärts errichten lassen, daß es ein Leichtes ist, sie über Sümpfe, Teiche und Flüsse zu führen; und daß der Meter je nach den Schwierigkeiten, die das Terrain darbietet, und je nach der Größe der Lasten, die man darauf zu transportiren beabsichtigt, auf 25 bis 30 Fr. zu stehen kommt. Um das Emporschaffen der Lasten zu erleichtern, hat Hr. Nepveu einen neuen Flaschenzug mit Räderwerk erfunden, womit eine Person mit aller Leichtigkeit ein Gewicht von 1000 Kilogr. in einer Minute einen Meter hoch zu heben im Stande ist. Einige Enthusiasten haben bereits von den glänzendsten Perspektiven des neuen Systemes geträumt, und schon von dessen Anwendung zum Personentransporte, so wie auch von der Verdrängung der bisherigen Eisenbahnen durch dasselbe gesprochen. Wir hegen keine so sanguinischen Erwartungen, sind aber doch auch schon jezt der Ansicht, daß die neue Art von Eisenbahn bei der Ausbeutung der Bergwerke und Steinbrüche, bei der Ausführung größerer Bauten, und namentlich auch beim Brükenbaue mit großem Vortheile verwendet werden dürfte. Uebrigens hat sowohl die Akademie als die Société d'encouragement bereits eine Commission zur Prüfung der Erfindung des Hrn. Nepveu niedergesezt, so daß wir in Kürze ein gründliches Urtheil über dieselbe gewärtigen können.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: