Titel: Raper's Methode Zeuge und Leder ohne Anwendung von Kautschuk wasserdicht zu machen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 76, Nr. XXXVII./Miszelle 13 (S. 157)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj076/mi076037_13

Raper's Methode Zeuge und Leder ohne Anwendung von Kautschuk wasserdicht zu machen.

Das Verfahren, auf welches Hr. Thom. Nichol. Raper, Gentleman in Bridge-Street, Blakfriars, am 20. Jul. 1839 in dem angegebenen Betreffe ein Patent nahm, berühr auf dem Einweichen von Wollen, und anderen Geweben, so wie auch von Leder in gewissen chemischen Auflösungen, wodurch sie wasserdicht werden sollen, ohne daß dabei der Durchgang der Luft oder der Ausdünstung verhindert wird, und ohne daß sie einen unangenehmen Geruch verbreiten. Zu diesem Zweke sollen nun vier Auflösungen dienen, und in diese sollen die Zeuge nach einander eingereicht und sodann getroknet werden. Die erste Flüssigkeit bereitet man sich durch Auflösung von einer Unze guten Leims in einem Quart heißen Wassers, und durch Versezung dieser Auflösung mit 1 1/2 Drachmen kohlensauren Ammoniaks oder 1/2 Drachme flüssigen Aezammoniaks. Die zweite Flüssigkeit besteht aus einer sehr concentrirten Auflösung von schwefelsaurem Kali oder Natron oder Ammoniak oder von phosphorsaurem Natron. Die dritte ist eine Auflösung von essigsaurem Blei. Die vierte endlich soll bereitet werden, indem man 4 Pfd. Walkererde mit einem halben Pfd. Kampherpulver abreibt, diese Mischung mit 360 Pfd. reinen oder destillirten Wassers versezt, und die Flüssigkeit nach sorgfältigem Umrühren in einem heißen Bade überzieht, bevor sich die feineren Theilchen aus ihr abgeschieden haben. In der ersten Flüssigkeit sollen die Zeuge einige Zeit über, – wie lange, ist nicht gesagt – eingeweicht bleiben, und nachdem sie aus ihr genommen und getrokner worden, soll man sie nach einander in den drei lezteren einweichen, sodann auswaschen und troknen, worauf sie auf die gewöhnliche Art appretirt und gepreßt werden können. – Der Patentträger bemerkt, daß die Zeuge selbst dann sehr gute Eigenschaften bekommen, wenn man das Einweichen derselben in die erste und vierte Auflösung unterläßt. Auch bindet er sich nicht an die angegebenen Mischungsverhältnisse und an die aufgezählten Salze. (London Journal. März 1840.)

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