Titel: Ueber die Zusammensezung der englischen Copirtinte.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 76, Nr. XXXVII./Miszelle 14 (S. 157)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj076/mi076037_14

Ueber die Zusammensezung der englischen Copirtinte.

Seit Jahren sind auf vielen Comptoirs die in England von Watt erfundenen Copirpressen im Gebrauche, mit welchen man binnen wenigen Minuten von einem viere oder mehrseitigen Briefe einen genauen Abdruk erhalten kann. Bei der Anwendung dieser Copirpressen war man auf dem Continent genöthigt, die dazu erforderliche Tinte (copying ink) aus England zu beziehen. Von dieser Tinte, mit welcher der Originalbrief geschrieben werden muß, kostet ein steinernes Fläschchen, welches 6 bis 7 Unzen Flüssigkeit enthält, 1 1/3 fl. Nach den Angaben des Prof. Kaiser (Künste und Gewerbeblatt. Jan. 1840, S. 67) kann man sich diese Copirtinte mit geringen Kosten selbst bereiten, indem man bloß 2 Raumtheile guter, tiefschwarzer, stark mit Gummi versezter Schreibtinte mit 4 Raumtheile einer kalten Indigküpe vermischt. Die mit diesem Gemisch geschriebenen Briefe geben eben so schöne und deutliche Abdrüke, wie die mit der englischen Tinte geschriebenen.

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