Titel: Ueber die Papierfabrication aus Mais.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 76, Nr. XXXVII./Miszelle 15 (S. 157–158)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj076/mi076037_15
|158|

Ueber die Papierfabrication aus Mais.

Die Fabrication von Papier aus den Spelzen des Mais oder des türkischen Weizens, welche schon so oft mit mehr oder weniger günstigem Erfolge begonnen worden, und mit welcher in England namentlich der berühmte Cobbett seiner Zeit so großes Aufsehen machte, scheint in Frankreich durch Hrn. Bouchet, welcher für 15 Jahre auf ein von ihm verbessertes Verfahren ein Patent besizt, in größeren Aufschwung zu kommen. Derselbe erzeugt nämlich dermalen schon aus Mais nicht nur alle Sorten von gewöhnlichem Schreib- und Drukpapiere, sondern auch glatte und satinirte Rollen für die Buntpapier- und Papiertapeten-Fabriken. Am Schlüsse des vorigen Jahres arbeitete er mit zwei Maschinen; mit Anfang des Jahres 1840 sezte er ihrer aber 6 in Gang, und diese sollen, wenn sie Tag und Nacht arbeiten, bei 300 Arbeitstagen jährlich gegen 3 Millionen Pfd. Papier erzeugen. Hr. Bouchet hat schon dermalen 3 Will. Pfd. Maisspelzen angekauft, welche er, zu 15 Fr. den Centner, in die Fabrik gestellt, bezahlt, so daß er allein dem Akerbaue eine Revenue von jährlich 450,000 Fr. zuwendet. Das Journal des Debats hat mit ihm für 5 Jahre einen Contract auf Ablieferung von jährlich 40,000 Ries Papier abgeschlossen; und wie er angibt, vermag er dieselbe Papiersorte, die im Handel 75 Cent. das Pfund gilt, für 60 Cent. herzustellen. (Echo du monde savant, No. 504.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: