Titel: Vickers' Methode Gußstahl zu erzeugen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 76, Nr. XXXVII./Miszelle 8 (S. 155)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj076/mi076037_8

Vickers' Methode Gußstahl zu erzeugen.

Hr. William Vickers von Firs Hill in der Grafschaft York nahm unterm 25. Jun. 1839 ein Patent auf eine Verbesserung in der Fabrication von Gußstahl. Er verwendet zu diesem Zweke nach der Beschreibung, die im Repertory of Patent-Inventions, Febr. 1840, S. 100 von diesem Patente gegeben wird, Feil- oder Drehspäne von Schmiedeisen oder andere kleinere Abfälle von Schmiedeisen, wie alte Hufeisennägel, zerbrochene Drähte u. dergl., welche er mit Braunstein und Holzkohle behandelt. Die Schmelzung bewerkstelligt er in den gewöhnlichen Oefen, Tiegeln und Modeln, jedoch bei einem etwas höheren Hizgrade. Die Mischung, welche er in die Tiegel bringt, um Gußstahl daraus zu gewinnen, besteht aus 100 Pfd. gewöhnlicher schmiedeiserner Drehspäne, aus 2 Pfd. Braunstein (Mangansuperoxid) und aus 3 Pfd. der besten gemahlenen Holzkohle. Anstatt der Holzkohle kann man auch gußeiserne Feilspäne oder andere kleine Stükchen Gußeisen nehmen, in welchem Falle die Mischung aus 100 Pfd. gewöhnlicher schmiedeiserner Drehspäne, 2 Pfd. 3 Unzen Braunstein, und 28 Pfd. gußeiserner Drehspäne zusammenzusezen ist. Diese Mischungen können in beiden Fällen je nach der Beschaffenheit der Ingredienzien einige Veränderungen erleiden. Die Drehspäne sollen, bevor man sie in die Siegel gibt, zu kleinen Stükchen gestoßen werden.

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