Titel: Ueber die Gewinnung eines Faserstoffes aus den Eibischwurzeln.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 76, Nr. LVII./Miszelle 14 (S. 239)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj076/mi076057_14

Ueber die Gewinnung eines Faserstoffes aus den Eibischwurzeln.

Das Echo du monde savant, No. 515 gibt nach einem englischen Blatte folgendes Verfahren zur Gewinnung eines Faserstoffes aus den Eibischwurzeln. Man soll 6 Kilogr. Wasser mit einem Kilogr. Potasche absieden, und in dieser Lauge, nachdem sie filtrirt worden, 1 1/2 Kilogr. Eibischwurzeln sieden. Nach dieser Behandlung soll man die Eibischwurzeln mit Wasser abkneten, und zwar unter öfterem Zugießen von neuem Wasser. Man erhält auf diese Weise von obiger Menge Wurzeln angeblich ein halbes Kilogr. eines Faserstoffes, der, wenn er gehechelt worden, eine dem Hanfe beinahe gleichkommende Faser und ein Werg gibt, welches sich zu Watte oder zu Papier benuzen läßt. – Wir bemerken hiezu, daß man aus der Eibischpflanze schon längst einen Faserstoff zu gewinnen suchte; daß dieß auch schon mehreremale mit mehr oder minder großem Erfolge gelang; daß man aber hiezu mit mehr Vortheil die Eibischstengel verwendete. – Ferner bemerken wir bei dieser Gelegenheit, daß man in neuerer Zeit in Frankreich den Anbau einer in China einheimischen und in den botanischen Gärten Europa's längst bekannten ausdauernden Nessel, der Urtica nivea, empfahl, indem daraus in China ein den Flachs übertreffender Faserstoff gewonnen werden soll.

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