Titel: Ueber eine neue hydraulische Maschine des Hrn. de Caligny.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 76, Nr. LVII./Miszelle 5 (S. 234)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj076/mi076057_5

Ueber eine neue hydraulische Maschine des Hrn. de Caligny.

Hr. Coriolis berichtete der Akademie in Paris in einer der lezten Januarsizungen über eine neue, von Hrn. de Caligny erfundene hydraulische Maschine, über die wir nach dem Mémorial encyclopédique, Jan. 1840, S. 30 Folgendes mittheilen. „Die neue Maschine soll die Wirkung eines Wassergefälles direct an Pumpen oder an irgend eine andere Maschine, welche vermöge einer Hin- und Herbewegung einen Nuzeffect hervorbringt, mittheilen. Sie bewirkt dieß durch die periodischen Schwingungen des als Triebkraft dienenden Wassers in einem Heber oder in einer Röhre, durch welche das Wasser strömt, um von dem höheren Stande auf den tieferen herab zu gelangen. Sie sezt demnach einen Schwimmer in eine Wechselbewegung, und dieser überträgt die Wirkung des Wassergefälles an die Maschine. Der Vorgang hiebei ist folgender. Das als Triebkraft dienende Wasser der höher gelegenen Wasserleitung durchläuft, um in die tiefer gelegene Wasserleitung zu gelangen, einen weiten Heber oder eine weite Röhre, die unter die leztere Wasserleitung hinabsteigt. Die Flüssigkeit gelangt jedoch nicht in gleichförmigem Strome, sondern periodisch in diesen Heber, und zwar vermöge des Spieles eines Schuzbrettes oder einer beweglichen kreisrunden Klappe, womit die Communication zwischen der Höhe der Röhre und dem Wasser, welches von der Oberfläche der höher gelegenen Wasserleitung herbeigelangt, abgesperrt oder eröffnet werden kann. Nachdem das Wasser anfänglich die Röhre erfüllt hat, und wenn es mit einer steigenden Geschwindigkeit auszufließen beginnt, fällt das Wasser, weil der Abfluß größer ist als der Zufluß. Ist dieß der Fall, so wird die Klappe durch einen Schwimmer geschlossen, wo dann der Ausfluß nur mehr vermöge eines Sinkens des Wassers in der Röhre Statt finden kann. Kraft der erlangten Geschwindigkeit übersteigt dieses Sinken das untere Niveau, worauf dann eine nach Aufwärts drängende Oscillirung erfolgt.“

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