Titel: Poole's verbesserte Gerbemethode.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 76, Nr. LXXVI./Miszelle 20 (S. 319–320)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj076/mi076076_20

Poole's verbesserte Gerbemethode.

Das Patent, welches Moses Poole, Agent am Patent-Office in London, am 28. Febr. 1839 für einen Ausländer auf einen verbesserten Gerbeproceß löste, beruht auf einem schon längst bekannten und vielfach versuchten Principe, nämlich darauf, daß man auf die Gerbebrühe, um die Häute vollständiger und schneller damit zu sättigen, Druk wirken lassen soll. Der Patentträger gibt mehrere Methoden an, nach denen dieß geschehen soll; die vorzüglichste scheint ihm, die Brühe vermöge ihrer eigenen Schwere wirken zu lassen. Die Brühe soll daher in einer gewissen Höhe über dem Gerbebottiche angebracht werden, und aus diesem in einer |320| Röhre am Scheitel oder am Boden des Bottiches eintreten, je nachdem man den Druk von Oben nach Unten, oder von Unten nach Oben wirken lassen will. Die Röhre müßte, um die Communication zwischen dem Behälter der Gerbebrühe und dem Bottiche beliebig unterbrechen oder wieder herstellen zu können, mit entsprechenden Hähnen ausgestattet werden. Zwischen die einzelnen Schichten der Häute wäre Eichenrinde oder ein anderes Gerbematerial zu legen. Am geeignetsten scheint es dem Patentträger, die Gerbebrühe abwechselnd von Unten und von Oben auf die Häute wirken zu lassen, und zwar so lange fort, bis die Häute gahr sind. Der Erfinder behält sich vor, zur Erzeugung eines gehörigen Drukes auch Federn, Schrauben, Gewichte, Kolben und dergl. anzuwenden. (London Journal of arts. April 1840.)

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