Titel: Notizen für Seidenraupenzüchter.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 76, Nr. CVIII./Miszelle 14 (S. 468)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj076/mi076108_14

Notizen für Seidenraupenzüchter.

Die zu Paris bestehende Société séricicole hat kürzlich den dritten Band ihrer Annalen erscheinen lassen, worin über folgende Gegenstände Aufsäze enthalten sind. – Hr. C. Beauvais belichtet über die in China so sehr geschäzte Maulbeelbaumart Lou, welche er nun zu besizen so glüklich ist. Auch bemerkt er, daß der anfänglich so gepriesene und dann eben so sehr verschrieene vielstänglige Maulbeerbaum sich nach Hrn. Guillemin besonders zu einer zweiten Seidenraupenzucht im Herbste eignet. – Hr. Robert sucht darzuthun, daß man die Fütterung der Raupen bei Nacht umgehen kann, wenn man die Temperatur um 2° sinken macht. Ferner lobt er die Anwendung der Filets aus Papier. Endlich gibt er an, daß man die Raupen am besten gegen die Muscardine schüzen könne, wenn man sie während der Fütterung mit Kalk, der sich an der Luft gelöscht hat, bestreut. – Hr. Vasseur gibt einige von ihm an seinem Apparate angebrachte Verbesserungen, durch welche der zu großen Beweglichkeit, die man dem Apparate zum Vorwurfe machte, abgeholfen ist, an. – Hr. Bouton berichtet von einer im Herbste innerhalb 33 Tagen ausgeführten Seidenraupenzucht, bei der Cocons erzielt wurden, die den im Frühlinge geernteten in nichts nachstehen. Die Eier waren im Eiskeller aufbewahrt worden, und die Raupen wurden zulezt mit beinahe trokenen Blättern gefüttert. – Hr. Beauvais beschreibt die Schmetterlinge, die sich am besten zur Fortpflanzung eignen. – Hr. Bourcier machte die Untersuchung der Seide bei ihrem Austritte aus den Spinnwerkzeugen der Raupen zum Gegenstande seiner Forschungen.

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