Titel: Versuche mit der sogenannten pneumatischen Eisenbahn.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 76, Nr. CVIII./Miszelle 6 (S. 464)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj076/mi076108_6

Versuche mit der sogenannten pneumatischen Eisenbahn.

Der Erfinder und die Unterstüzer der schon öfter erwähnten pneumatischen Eisenbahn haben es nun doch dahin gebracht, daß man ihnen an der Birmingham-Bristol und Thames-Junction-Railway einen Versuch im größeren Maaßstabe gestattet. Bereits ist ein Maschinenbaus zu diesem Zweke gebaut; die Bahn mit den Schienen ist in der zum Versuche bestimmten 1 1/4 engl. Meile betragenden Streke bereits vollendet, und auch die Röhre, welche von dem Maschinenhause zur Bahn führt und zum Auspumpen der auf dieser zu legenden Hauptröhre dienen soll, ist beinahe vollends gelegt. Von den Hauptröhren sind schon viele auf die Bahn geschafft; sie haben 9 Zoll im Durchmesser und sind inwendig in einer Dike von ungefähr 1/10 Zoll mit einer harten fettigen Substanz ausgefüttert, welche ihrem unangenehmen Geruche nach zu schließen harter Talg seyn dürfte. Die in diesen Röhren befindliche Spalte, durch welche hindurch der Arm mit dem in den Röhren laufenden Kolben und mit den Wagen communiciren soll, mißt ungefähr 1 3/8 Zoll. Sollte der Versuch gelingen, so erhält die Eisendahngesellschaft das Patent gratis, wogegen sie jedoch sämmtliche Apparate bei dem Erfinder anzuschaffen hat; fiele er dagegen unglüklich aus, so hätte lezterer die Bahn innerhalb einer bestimmten Zeit von allen seinen Vorrichtungen zu reinigen. Sachverständige prophezeyen lezteres Resultat, indem, wenn man auch das Princip der pneumatischen Bahn zugeben will, die Dimensionen der Röhren für einen Bahnbetrieb wie der in Frage stehende zu klein seyn dürften. (Civ. Eng. and Archit. Journ. Mai 1840, S. 164.)

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