Titel: Dampfpflüge, für die Zukerplantagen in Westindien.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 76, Nr. CVIII./Miszelle 7 (S. 464–465)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj076/mi076108_7
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Dampfpflüge, für die Zukerplantagen in Westindien.

In der Nähe von Glasgow wurden kürzlich Versuche mit einem Dampfpfluge angestellt, der für die Zukerplantagen im englischen Guiana bestimmt ist, und der nach den bei diesen Versuchen erlangten Resultaten angeblich zu sehr günstigen Erwartungen berechtigt. Das zur Probe bestimmte Feld war nach der in den Colonien gebräuchlichen Methode hergerichtet worden, d.h. es liefen zu beiden Seiten desselben zwei parallele Canäle. Die zu dem Pfluge gehörige Maschinerie bestand aus zwei eisernen Booten. Auf dem einen von diesen befand sich eine kleine Hochdrukdampfmaschine mit einer Trommel, um welche eine endlose Kette oder ein endloses Tau geschlungen war; auf dem anderen war eine Rolle angebracht, welche die Kette nicht nur gespannt erhielt, sondern auch eine Bewegung derselben nach jeder Richtung zuließ. Die Pflüge wurden an dieser Kette angebracht, und konnten mit großer Geschwindigkeit und Genauigkeit rük- und vorwärts bewegt werden. Der Erfinder des Pfluges ist Hr. Mac Rae, der sich durch seinen längeren Aufenthalt in den Colonien eine genaue Kenntniß von dem Betriebe der Zukerplantagen erworben, und dabei die Ueberzeugung gewonnen hat, daß, wenn dieselben ferner mit Vortheil betrieben werden sollen, manche der an ihnen vorkommenden Arbeiten mit Maschinen anstatt mit Menschenhänden verrichtet werden müssen. (Aus dem Glasgow Courier im Civ. Eng. and Architects Journal Mai 1840.)

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