Titel: Bournet's Thürschloß mit schließender Falle.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 78, Nr. XLIII. (S. 208–209)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj078/ar078043

XLIII. Beschreibung eines von Hrn. Bournet construirten Thürschlosses mit schließender Falle.

Aus dem Bulletin de la Société d'Encouragement. Sept. 1840, S. 334.

Mit Abbildungen auf Tab. III.

Dieses Schloß unterscheidet sich von den gewöhnlichen dadurch, daß man die schließende Falle öffnen kann, sowohl wenn man auf den Knopf (die Schnalle) drükt oder daran zieht, als auch wenn man ihn links oder rechts dreht, oder auch seitwärts zieht.

Fig. 57 ist eine Vorderansicht des Schlosses mit hinweggenommener Dekplatte, um das Innere zu zeigen.

Fig. 58 ist ein horizontaler Längendurchschnitt nach der Linie A, B der vorigen Figur.

Fig. 59 eine Vorderansicht der Zuhaltung mit ihrer Feder.

Fig. 60 eine Seitenansicht derselben.

Gleiche Buchstaben bezeichnen dieselben Stüke in allen Figuren.

A das Gehäuse, in welchem alle Stüke des Schlosses angebracht sind.

B die Wand, welche das Schloß umgibt.

C die eine halbe Umdrehung machende Falle.

D eine Spiralfeder, welche sich gegen den Riegel stüzt, um ihn nach Außen zu drüken.

E bewegliche Platte, welche den Riegel zurükschiebt.

E' ein Schliz, in welchem diese Platte gleitet.

F, F' ein um den Stift a beweglicher Winkelhebel.

G die Achse des Knopfes.

H, H' zwei auf die Achse g geschraubte Knöpfe.

J ein Ansaz in Form eines Dreiekes, der an der Achse g angelöthet ist.

K ein Rohr, welches die Achse aufnimmt.

L, L ein mit dem Rohre fest verbundener Doppelhebel.

L' das in einen Winkel geformte Ende des Riegels e, gegen welches der Hebel L drükt, wenn man ihn rechts oder links dreht.

M das Rohr zum Eingang des Schlüssels.

N ein Riegel, welcher durch das Umdrehen eines Schlüssels vorgeschoben wird.

O ein Stük, welches eine geradlinige Bewegung macht und die Zuhaltung der gewöhnlichen Schlösser ersezt; dieses Stük wird durch den Schlüssel aufgehoben und macht den Riegel N frei.

P eine flache Feder, welche die gewöhnliche große Feder ersezt.

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Wenn man die Falle öffnen will, entweder dadurch, daß man auf den Knopf H drükt oder an dem Knopf H' zieht, so stößt der Ansaz J gegen den Winkelhebel F und bewegt ihn um seine Achse a; durch diese Bewegung wird das Ende F' des Winkelhebels genöthiget in den Einschnitt b des Riegels einzudringen und ihn zurükzuziehen.

Der Ansaz J geht durch einen Schliz des Rohres K; dreht man daher den Knopf rechts oder links, so wird dadurch das Rohr und mit ihm zu gleicher Zeit der Doppelhebel L genöthiget, sich um einen Viertel-Umgang zu drehen; der Hebel drükt auf das Winkelende L und öffnet den Riegel, indem er ihn zurükzieht. Dasselbe wird erzwekt, wenn man den Knopf seitwärts verschiebt, indem die ganze Vorrichtung auf der Platte E dann auf dem Boden des Schlosses in dem Schlize E' gleitet.42)

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Dem Erfinder wurde von der Société d'Encouragement eine bronzene Medaille zuerkannt.

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