Titel: Shrapnel's verbesserte Korkzieher.
Autor: Shrapnel, Henry Needham Scrope
Fundstelle: 1840, Band 78, Nr. LXXXIII. (S. 419–420)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj078/ar078083

LXXXIII. Verbesserungen an Korkziehern, worauf sich Henry Needham Shrapnel zu Gosport in der Grafschaft Hands am 26. Sept. 1839 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem Repertory of Patent-Inventions, Jul. 1840, S. 23.

Mit Abbildungen auf Tab. VI.

Der erste Theil der Erfindung ist durch die Figuren 20 und 21 dargestellt. Mit Hülfe der Handhabe b, b' läßt man die Schraube a, nachdem man erstere zusammengelegt hat, in den Korkstöpsel eindringen. An dem oberen Theil des Gestells c, c, welches dort keine Schraubenmutter besizen darf, spielt die Schraube a frei auf und nieder. Der obere Theil der Schraube a endigt sich in einen Kopf, welcher in eine an der Handhabe angebrachte Vertiefung b' tritt, nachdem nämlich zuvor die Handhabe zusammengelegt worden ist. d ist ein kleiner an dem Theile b' der Handhabe angebrachter Griff, mit welchem man, wenn der Kork herausgezogen werden soll, die Handhabe b umdreht. An dem Stiele der Korkschraube a sizt eine Schraube e, welche durch eine in der Handhabe b befindliche Schraubenmutter geht. Beim Gebrauch dieses verbesserten Korkziehers klappt man die Handhabe b, b', wie die Abbildung Fig. 20 zeigt, zusammen, dreht sie um und nöthigt dadurch die Schraube a in den Korkstöpsel einzudringen; ist dieß geschehen, so öffnet man die Handhabe, dreht sie mit Hülfe des kleinen Griffs d um, nöthigt dadurch die Schraube e in die Höhe zu steigen und den Kork auszuziehen. Es Versteht sich, daß die Innenseite desjenigen Gestelltheiles, welcher den Flaschenhals bedekt, mit Leder besezt ist.

Ein anderer Theil meiner Erfindung ist in den Figuren 22, 23 und 24 dargestellt, und bezieht sich auf die Anwendung von Spizen, welche mit der Korkschraube in den Kork einzudringen genöthigt werden. a ist die Korkschraube mit einem Handgriffe. Leztere kann so, wie sie in der Abbildung dargestellt ist, oder auch anders beschaffen seyn, oder es können auch sonstige Mittel, den Kork auszuziehen, in Anwendung kommen. c ist ein kleiner Cylinder, auf dessen innerer Oberfläche eine Reihe schräger Kerben angebracht sind; d eine Platte, die sich frei um die Achse der Korkschraube drehen läßt. An der Platte d sizen die Spizen e fest. f ist ein Bolzen, welcher frei in der Platte d auf und niedergleitet. Es ist klar, daß die Korkschraube, während ihres Eindringens in den Kork, sich unabhängig von der Platte d dreht, so lange nämlich, bis die Spizen auf eine gewisse Tiefe in den Korkstöpsel sich eingedrükt haben, worauf dann der Kork gegen die Unterfläche des Bolzens f stößt und ihn |420| nöthigt, mit einer der am Cylinder c befindlichen schrägen Kerben in Berührung zu kommen (Fig. 23). Demzufolge wird sich die Platte d zugleich mit der Korkschraube drehen, indem der Bolzen f sie mit dem festen Theile, woran die Kerben angebracht sind, verbindet. Alles dieses wird bei näherer Betrachtung der Abbildungen deutlich werden. Der Zwek der in den Kork eindringenden Spizen geht darauf hinaus, den Kork, wenn sie bis auf genügende Tiefe in denselben eingedrungen sind, umzudrehen und durch dieses Umdrehen loszumachen. In Folge dieser Construction läßt sich der Kork leichter aus dem Hals der Flasche ziehen, und dieses Ausziehen kann noch dadurch erleichtert werden, daß man im Innern der Flaschenhälse Schraubenmuttern anbringt.

Nach vorangegangener Beschreibung des Princips und der Anwendung meiner Erfindung mache ich Anspruch erstens auf die oben beschriebene Einrichtung der Handhabe b, b' und der Schraube e, wobei ich auf die Figuren 20 und 21 hinweise, zweitens auf die in den Figuren 22, 23 und 24 dargestellte Anwendung der Spizen.

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