Titel: Die Locomotiven von Stehelin und Huber.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 78, Nr. XIV./Miszelle 3 (S. 73)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj078/mi078014_3

Die Locomotiven von Stehelin und Huber.

Stehelin und Huber in Bitschweiler (Oberrhein), deren Verbesserungen an den Röhrenkesseln der Locomotiven im polyt. Journal Bd. LXXV. S. 324 besprochen wurden, haben seit kurzer Zeit bereits 16 Dampfwagen gebaut. Ihre Locomotive für die Eisenbahn nach St. Germain wurde allgemein als ein Meisterwerk auch in Bezug auf sorgfältige Ausführung erkannt; sie kostete 40,000 Fr. Der Cylinder hat 13 Zoll Durchmesser. Die Oberfläche des Heizraumes ist in diesen Maschinen größer als gewöhnlich; so auch der Durchmesser der Räder. Sie liefert 848,000 Liter Dampf in der Stunde, was etwa 50 Proc. mehr seyn soll, als bei den bisherigen Systemen eine Maschine von gleicher Größe zu geben vermochte. Der größere Durchmesser des Cylinders gibt dem Kolben und also jeder Radumdrehung mehr Kraft; bei größeren Rädern bedarf man geringere Geschwindigkeit des Kolbens, was die Abnüzung vermindert; die Vorderräder, von größerem Durchmesser als gewöhnlich, greifen die Bahn weniger an. Die Erwärmung des Wassers im Tender geschieht durch zwei Kupferröhren, die den überflüssigen Dampf des Kessels abführen, wodurch viel Brennstoff erspart wird.

In ihren Eisenwerken (Hohöfen und Frischwerken), sodann in der Maschinenfabrik selbst sind etwa 1000 Arbeiter beschäftigt. (Dr. Hermann a. a. O.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: