Titel: Swindell's Verfahren eisenblausaures Kali und Natron als Nebenproduct bei der Fabrication künstlicher Potasche und Soda zu gewinnen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 78, Nr. XXXII./Miszelle 6 (S. 160)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj078/mi078032_6

Swindell's Verfahren eisenblausaures Kali und Natron als Nebenproduct bei der Fabrication künstlicher Potasche und Soda zu gewinnen.

Bei der Fabrication von Potasche und Soda erhizt man gewöhnlich ein Gemenge von schwefelsaurem Kali oder Natron mit kohlensaurem Kalk und Kohlenpulver in einem Reverberirofen, wobei die schwefelsauren Salze zersezt werden, und kohlensaures Kali oder Natron entsteht. Swindell läßt den kohlensauren Kalk weg und vermengt die schwefelsauren Salze mit feingemahlener Steinkohle der besten Art (welche bekanntlich Stikstoff enthält), nebst etwas Eisenfeile. Nachdem das schwefelsaure Salz im Reverberirofen in Fluß gebracht ist, sezt er nach und nach das Gemenge von Steinkohlenpulver und Eisenfeile (1 Th. Eisenfeile auf 8 Kohle) zu, bis dem geschmolzenen schwefelsauren Salze die Hälfte seines Gewichts Kohlenpulver oder darüber einverleibt worden ist; während des Zusezens von Kohlenpulver wird die Masse umgerührt und dieses auch 10–15 Minuten lang nachher noch fortgesezt, worauf man die Masse aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen kann. Sie wird nach dem Erkalten in Wasser aufgelöst und die Flüssigkeit, nachdem sie sich abgesezt hat, bis auf ein spec. Gewicht von 1,320 kochend abgedampft; man bringt sie hierauf in Kühlgefäße, worin das eisenblausaure Kali oder Natron nach 4–5 Tagen auskrystallisirt; die Auflösung besteht nun aus kohlensaurem Kali oder Natron nebst Schwefelkalium oder Schwefelnatrium, von welchem lezteren sie auf gewöhnliche Art gereinigt wird. Das eisenblausaure Kali oder Natron muß noch einmal aufgelöst und umkrystallisirt werden, worauf man es in den Handel bringen kann. (London Journal of arts, Sept. 1840, S. 32.)

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