Titel: Neuer Appret für Zeuge und zum Bügeln; von Hrn. Gouche in Paris.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 78, Nr. LXII./Miszelle 10 (S. 319–320)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj078/mi078062_10

Neuer Appret für Zeuge und zum Bügeln; von Hrn. Gouche in Paris.

Man nimmt Kartoffelstarkmehl der besten Qualität und mischt so viel schwefelsauren Indigo zu demselben, bis man die gewünschte Farbennüance hat. Wenn diese Mischung wohl geschehen und das Mehl gleichförmig gefärbt ist, dann läßt man sie 48 Stunden lang an einem warmen Orte troknen und sezt dann zu einem Kilogramm des Pulvers 4 Kilogr. gepulvertes (?) Jungfernwachs; der Zusaz des lezteren gibt einen Glanz, welchen die gewöhnliche Stärke nicht hervorbringt. Zwar hat mich die Erfahrung gelehrt, daß alle Stärkmehlarten durch dieses Verfahren himmelblau gefärbt weiden können; aber diese Zusammensezung ist im Handel noch nicht bekannt. Solche Stärke wird mit etwas lauwarmem Wasser angerührt und dann in siedendes Wasser geschüttet. Es bildet sich bald ein hellblauer Kleister, welcher den Stoffen, wenn sie gebügelt werden, eine glänzende Weiße verleiht.

Die Vorzüge dieses Verfahrens bestehen in der Erzeugung einer homogenen, gleichartig gefärbten und glänzenden Steife, die sonst nur durch das Färben des Leinenzeugs in Bläue (eau bleue) erreicht werden kann. Sie zerfrißt und verdirbt |320| die Stoffe nicht, macht sie glänzend weiß, und sie erhalten sich etwas länger weiß, und das zugesezte Wachs verhindert, indem es ihr Glanz gibt, daß sie sich dem Bügeleisen anhänge; endlich empfiehlt sie sich durch die Mäßigkeit ihres Preises den Hausfrauen. (Echo du monde savant 1840, No. 567.)

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