Titel: Künstliche Schieferplatten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 78, Nr. LXII./Miszelle 11 (S. 320)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj078/mi078062_11

Künstliche Schieferplatten.

Die beim Unterrichte und zu einer Menge anderer Dingen so nüzlichen Schiefertafeln sind sehr zerbrechlich. Wenn man Holz oder Pappe mit den Bestandtheilen des Schiefers überzieht, so ist dem erwähnten Uebelstand abgeholfen und das Resultat übertrifft das Naturproduct. Man nimmt zu diesem Zweke ordinäres Papierzeug 1 Theil und Thon: oder Kreidenerde 1 Th., knetet sie mit Leinöhl wohl durcheinander, um sie dann in eine Form zu bringen, wie die Ziegel. Man braucht hierauf die vorher getrokneten Platten nur noch auf der Plattmühle zu glätten und sie auf beiden Seiten einmal mit Oehlfarbe zu bestreichen. – Diese künstlichen Schiefertafeln trozen dem Wasser und beinahe auch dem Feuer, sind leicht, bequem und wohlfeil. (Echo du monde savant 1840, No. 569, S. 521.) Künstliche Schieferplatten sind übrigens in Deutschland nicht neu, und werden bei uns schon längst als Schreibtafeln in den Schulen u.s.f. gebraucht. Der Oehlfarbenüberzug in obiger Vorschrift aber dürfte ihnen die Eigenschaft des weißen Striches benehmen, den der Griffel darauf hervorbringt.

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