Titel: Bewährtes Mittel gegen die Verheerungen der Motten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 78, Nr. LXXVII./Miszelle 18 (S. 408)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj078/mi078077_18

Bewährtes Mittel gegen die Verheerungen der Motten.

Die großherzogl. hessische Zeitung schreibt: Folgende Mittheilung von dem Inspector des großherzogl. Naturaliencabinets, Hrn. Dr. Kaup, ein bewährtes Mittel gegen eine große und schädliche Plage, die Verheerungen der Motten enthaltend, verdient verbreitet zu werden: „Straßburger Naturalienhändler besaßen seit etwa 30 Jahren das Geheimmittel, Pelz und Federn vor den Motten zu schüzen. Da das Mittel höchst billig, probat und der menschlichen Gesundheit ganz unschädlich ist, so halte ich es für meine Pflicht, dieses Arkanum zu veröffentlichen. Es ist pulverisirter Eisenvitriol. Von dem Zwekgemäßen habe ich eine 12 jährige Erfahrung; so lange stehen nämlich in der Darmstädter Sammlung Vögel von Straßburg, die völlig von Metten und andern Insecten unangetastet geblieben sind, während andere Vögel, selbst mit Arsenik conservirte, mehr oder weniger angegriffen worden sind und ein beständiges Nachsehen erforderten. Man wendet dieses Mittel an, indem man das Pulver zwischen die Haare und Federn auf den Grund der Haut streut. Der Eisenvitriol, wie man ihn bei den Materialisten kauft, muß jedoch etwas getroknet werden, damit er leichter zu pulverisiren ist. Es wird sich der Mühe verlohnen, dieses Mittel auch bei Tüchern, bei Roßhaaren in Kanapees, in Stühlen, wollenen Waaren etc. zu versuchen.“

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