Titel: Verfertigung erhabener Reliefabdrüke in Papier.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 78, Nr. LXXVII./Miszelle 6 (S. 403–404)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj078/mi078077_6

Verfertigung erhabener Reliefabdrüke in Papier.

Folgendes Verfahren gibt Hr. Mérimée an, um Hochabdrüke in Papier zu machen, wodurch nicht nur alle Inschriften, sondern auch Figuren erhalten werden können, wenn die Form nicht zu tief gegraben ist. 1) die Form wird mit einer Bürste sorgfältig gereinigt. 2) man legt dann ein starkes, ungeleimtes Drukpapier darauf, in dessen Ermangelung nur das weniger taugliche geleimte Papier genommen werden darf. 3) befeuchtet das Papier mit einem Schwamm, bis es vollkommen fügsam sich an den abzustempelnden Stein anlegt. 4) Man legt auf das Papier eine lang- und zartborstige Bürste, wie man sich ihrer zur Reinigung der Tische und zum Bürsten der Hüte bedient (die lezteren sind vielleicht etwas weich); man drükt sie an und macht kurze Schläge, so daß das Papier in die Höhlungen der Buchstaben oder der eingehauenen Arbeiten dringt, und alle Conturen desselben in Relief wieder gibt. 5) man läßt das Papier zu drei Viertheilen troknen, hebt es dann vorsichtig vom Steine ab, läßt es dann vollends austroknen, und kann es dann nach Belieben versenden, ohne befürchten zu müssen, daß es seine Form verliere; man thut aus dem Grunde besser, es nicht gänzlich auf dem Steine troknen zu lassen, weil sonst das durch das |404| Troknen veranlaßte Zusammenschrumpfen Risse verursachen würde. 6) Wenn während der Befeuchtung mit dem Schwamm oder des Klopfens mit der Bürste das Papier Sprünge bekommen sollte, so kann man an den offenen Theil ein frisches Stükchen legen, welches man so lange befeuchtet, bis es mit dem Ganzen einen Teig bildet, und sich anklebt. Es schließt sich beim Troknen fest an und bildet beim Abziehen Ein Stük damit. (France industrielle.)

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