Titel: Redmann's Verfahren Kupferstiche auf Zinkplatten zu übertragen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 78, Nr. XCII./Miszelle 4 (S. 449–450)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj078/mi078092_4

Redmann's Verfahren Kupferstiche auf Zinkplatten zu übertragen.

Man macht zuerst auf gewöhnliche Art einen Abdruk der Kupferplatte und zwar mit einer Schwärze von folgender Zusammensezung:

9 1/5 Loth Gummilak,
3 Harz,
4 3/5 gelbes Wachs,
1 1/2 Talg,
12 3/10 harter Seife, nebst der zum Färben erforderlichen Menge Kienruß.

Nachdem man diese Substanzen gut gemengt und zusammengerieben hat, brennt man sie zehn Minuten lang unter beständigem Umrühren. Der Rükstand zieht an der Luft Feuchtigkeit an, so daß er sich beim Zerreiben in einem Mörser in einen sehr festen Teig verwandelt.

Ein Theil dieser Schwärze mit zwei Theilen gewöhnlicher lithographischer Drukfarbe zusammengerieben, bildet die Uebertragungsschwärze; die Kupferplatte liefert damit einen sehr reinen Abdruk auf Papier, welches folgendermaßen vorbereitet worden ist:

12 1/5 Loth bestes Mehl werden mit so viel Bier angerührt, daß sie beim Kochen damit einen durchsichtigen Kleister von ganz gleichförmiger Consistenz bilden, |450| womit man chinesisches Papier möglichst gleichförmig überzieht und es dann langsam troknen läßt.

Den auf so vorbereitetem Papier erhaltenen Abdruk übertragt man nun auf gewöhnliche Art auf eine gut polirte Zinkplatte und überzieht dieselbe dann mit einem Galläpfelabsud (um lezteren darzustellen, kocht man 2 Loth Galläpfel zehn Minuten lang mit 18 Loth Wasser). Die Flüssigkeit muß fünf bis zehn Minuten lang auf der Platte bleiben, denn ihr Zwek ist, das Alkali der Uebertragungsschwärze zu neutralisiren, dieselbe hart zu machen und zu bewirken, daß sie nicht austreten kann, wenn sie vor dem Druken mit Wasser abgewischt wird. (Transactions of the Society of arts, Bd. LII.)

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