Titel: Feuriges Violett auf Baumwolle aus Blauholz.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1840, Band 78, Nr. XCII./Miszelle 7 (S. 451)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj078/mi078092_7

Feuriges Violett auf Baumwolle aus Blauholz.

Gewöhnlich bedient man sich als Beize des Zinnsalzes, welches aber bei der Lösung in Wasser sich in zwei Salze scheidet, wovon das eine beim Durchnehmen der Baumwolle in der Beize nur mechanisch auf der Faser sizen bleibt, und zwar wenn nicht immerwährend gerührt wird, nur stellenweise. Dieses basische Chlorzinn fällt beim Ausfärben ab, und die Baumwolle wird dadurch leicht stetig. Diesem Uebel beugt man vor, wenn man essigsalzsaures Zinnoxydul anwendet, welches erhalten wird, wenn man 1 Pfd. Zinnsalz in Wasser löst, und 1/4 Pfd. Bleizuker zusezt. Die Flüssigkeit trübt sich, und die oben stehende klare essigsalzsaure Zinnlösung dient als Beize. Die damit gebeizten Garne können getroknet werden, ohne daß die Faser angegriffen wird. Nach dem wenigstens dreistündigen Troknen an freier Luft wäscht man sie gut aus, und färbt, in einem ganz frischen, erst abgekochten Blauholzbade, zu dem man, wenn es seyn kann, möglichst frisches und frisch geraspeltes Blauholz wählt. (Leuch's p. Ztg.)

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