Titel: Kupffer, über das Gewicht eines Kubikzolles reinen Wassers.
Autor: Kupffer, A. T.
Fundstelle: 1841, Band 79, Nr. XXVI. (S. 121–122)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj079/ar079026

XXVI. Ueber das Gewicht eines Kubikzolles reinen Wassers, von A. T. Kupffer.

Aus dem Bulletin de St. Petersbourg Tome VII, No. 23.

Die ersten genauen Versuche, welche angestellt worden sind, um das Gewicht eines bestimmten Volumens reinen Wassers aufzufinden, sind die von Lefévre-Gineau, nach denen die Schwere des Kilogramms bestimmt wurde36).

Später fand die Commission, welche beauftragt war, die englischen Gewichte und Maaße zu reguliren, den englischen Kubikzoll reines Wasser, bei einer Temperatur von 13 1/3° R. (62° F.) im luftleeren Raume gewogen, zu 252,722 englische Gran37).

Nach den Versuchen von Berzelius, Svanberg und Akerman wiegt ein Kubikdecimeter Wasser bei 13 1/5° R. im luftleeren Raume 2,350595 schwed. Pfund38). Stampfer in Wien39) fand, daß ein Wiener Kubikzoll reines Wasser bei 13 1/3° R. im luftleeren Raume 18,2492 Gr. wiege. Endlich fand die im Jahre 1835 ernannte Commission, um die russischen Gewichte und Maaße zu ordnen, daß ein russischer oder englischer Kubikzoll reines Wasser bei 13 1/3° R. im luftleeren Raume 368,361 ruff. Doli wiege, von denen 9216 ein Pfund ausmachen.

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Um diese Resultate zu vergleichen, muß bemerkt werden, daß 1 Meter = 39,37079 engl. Zoll ist., 1 Kilogramm = 22504,86 russ. Doli. Die Dichtigkeit des Wassers bei 13 1/3° R. ist, seine größte Dichtigkeit als Einheit angenommen, – 0,998905140)

1 Livre Troy = 8399,75 Doli,

1 schwed. Pfd. = 9566,46 –

1 Wiener Toise = 840,7152 franz. Lin.,

1 Meter = 443,2959 franz. Lin.

Daraus findet man das Gewicht eines engl. Kubikzolls reinen Wassers bei 13 1/3° R. und im luftleeren Raume

nach Lefévre-Gineau = 368,365 russ. Doli
der engl. Commission = 368,542
– schwed. Commission = 368,474
Stampfer = 368,237
der russ. Commission = 368,361

Man sieht, daß die russ. Commission fast genau dieselben Resultate fand wie die französische. Die Commission von London und die von Stockholm haben angenommen, daß ihr Cylinder vollständig cylindrisch sey; wenn er dieß nicht war, sondern in der Mitte ein wenig ausgebaucht, wie dieß gewöhnlich stattfindet, aller Sorgfalt ungeachtet, welche man bei seiner Anfertigung anwenden kann, so mußte ihr Resultat etwas zu hoch ausfallen. Was Stampfer's Resultat anbetrifft, so weiß ich nicht die große Differenz mit den unsrigen zu erklären.

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Base du système métrique. T. III.

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Philos. transact. 1821. 2ème partie.

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Denkschriften der Stockholmer Akademie 1825. Ich citire nicht die Arbeit von Rudberg, weil er sich desselben Cylinders bedient hat, ohne ihn von neuem zu messen, so daß seine Untersuchung nur eine genauere Bestimmung für die Ausdehnung des Wassers gibt.

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Poggendorff's Ann, Bd. XXI. S. 75.

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Hällström in Poggend. Ann. Bd. XXXIV. S. 246. Die lezte Gleichung von Hällström ist durch die neueren Untersuchungen von Rudberg bestätigt worden.

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