Titel: Anbau der Quercitronrinde in Frankreich.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1841, Band 79, Nr. XIV./Miszelle 14 (S. 80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj079/mi079014_14

Anbau der Quercitronrinde in Frankreich.

Aus einer Abhandlung vom Professor Girardin in Rouen, Mémoire sur la culture des plantes tinctoriales en Normandie, ist zu ersehen, daß diese von Quercus Tinctoria kommende Rinde, deren Brauchbarkeit zum Färben ihr den Vorzug vor dem Wau einräumt, was den Anbau dieser lezteren Pflanze sehr abnehmen machte, ein für französischen Boden gewonnenes Produkt ist. Michaux hat im Jahre 1818 diesen Baum aus Nordamerika eingeführt, und derselbe hat sich in Folge seiner ersten Saat im Walde von Boulogne seitdem sehr verbreitet, wie die speciellen Angaben über seinen Anbau in oben erwähnter Abhandlung darthun.

Man unterscheidet im Handel mehrerlei Sorten dieser Rinde, welche alle pulverisirt vorkommen. Sie ist um so geschäzter, je feiner das Pulver ist, und je weniger Holzfaser es enthält, welche leztere nur zwei Drittheile des im Pulver vorhandenen Farbstoffs enthält, und von je blasserem Gelb es ist. Vorzüglich wird die Quercitronrinde in den Kattundrukereien anstatt Wau angewandt. Man benuzt sie häufig zugleich mit Krapp, um Orange etc. zu erhalten. Zur Wollen- und Seidenfärberei wird sie fast niemals angewandt. – Hinsichtlich der Annehmlichkeit ist diese Eichenart in Luftparken von der besten Wirkung, und sie verdient zu diesem Zweke recht verbeitet zu werden. (Echo du monde savant 1840, No. 593.)

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