Titel: Benuzung der Gichtgase der Hohöfen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1841, Band 79, Nr. XIV./Miszelle 7 (S. 77)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj079/mi079014_7

Benuzung der Gichtgase der Hohöfen.

Das Saug- und Drukwerk, worauf Hr. Baudelot, Schmelzmeister in Harancourt (Ardennes), ein Erfindungspatent erhielt, und das darauf beruht, daß die aus der Gicht der Hohöfen entweichenden Gase mittelst eines Ventilators aufgefangen und auf den Boden der Hütte zurükgeführt, wo sie nach allen Richtungen und auf allen Feuerstellen umhergetrieben werden, ist jezt bei dem den HHrn. Fort und Guillaume gehörigen Ofen in Harancourt, so wie bei jenem dem Hrn. Gendarme gehörigen in Vendresse eingeführt, und dient in jedem dieser Schmelzwerke zur Heizung mit erhizter Luft.

Die Einfachheit dieser Maschine und ihre Leistungen sollten die Aufmerksamkeit aller hinter den Fortschritten der Zeit nicht zurükbleiben wollenden Hüttenmeister auf sich ziehen. Die Vorrichtung kann ganz in der Nähe der Gebläseröhren angebracht werden, wodurch dann der lange Durchgang des Windes vermieden wird, welcher bei anderen Einrichtungen so viel Widerstand verursacht und der beinahe allemal wieder eine stärkere Bewegungskraft, folglich auch einen beträchtlicheren Aufwand an Wasser nothwendig macht. Bei der in Rede stehenden Maschine findet das Gegentheil statt, wie z.B. in Vendresse weniger Wasser gebraucht wird. Zur Errichtung derselben bedarf man nur 12- bis 1300 Kilogr. gußeiserner Röhren und eines Ventilators. Man kann mit derselben außer der Vorrichtung zur warmen Luftheizung auch Dampfmaschinenkessel etc. heizen, und sie auch zum Dienste des Puddlingsprocesses und zum Verkohlen des Holzes in Meilern etc. gebrauchen. (Echo du monde savant, No. 592)

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