Titel: Kaeppelin's und Kampmann's Abänderung des Marsh'schen Apparates.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1841, Band 79, Nr. XLIX./Miszelle 9 (S. 237–238)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj079/mi079049_9

Kaeppelin's und Kampmann's Abänderung des Marsh'schen Apparates.

Bekanntlich haben Berzelius und Liebig vorgeschlagen, das Arsenikwasserstoffgas, welches sich aus dem Marsh'schen Apparat entwikelt, durch eine Glasröhre zu leiten und darin zu erhizen, so daß sich der Arsenik daraus absezt. Die HHrn. Kaeppelin und Kampmann bringen zu dieser Operation folgende zwekmäßige Einrichtung des Marsh'schen Apparates in Vorschlag:

Eine gerade, 1 Centimeter (4 1/2''') weite Glasröhre wird in eine mit zwei Tubulirungen versehene Flasche gesenkt, welche Zink enthält; von der zweiten Tubulirung geht eine gebogene Röhre aus, welche mit einer Chlorcalcium enthaltenden Röhre verbunden ist; an lezterer ist eine andere Röhre von 5 Millimeter (2 1/5''') Durchmesser angebracht, die an ihrem freien Ende ausgezogen ist. Diese enge Röhre ist auf eine Länge von beiläufig 5 Centim. (2'') mit Kupferblech umwikelt, so daß man sie in dieser Streke mittelst einer Weingeistlampe leicht erhizen kann.

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Will man sich dieses Apparates bedienen, so fängt man damit an, auf das Zink verdünnte Salzsäure zu gießen. Wenn man annehmen kann, daß alle Luft ausgetrieben ist, erhizt man die Röhre zum Rothglühen und entzündet dann das Gas am ausgezogenen Ende dieser Röhre, so überzeugt man sich zuerst, daß die angewandten Reagentien arsenikfrei sind.

Nach diesem Versuche gießt man in die Flasche durch die gerade Röhre: 1) neue Salzsäure; 2) von der Flüssigkeit, welche auf Arsenik geprüft werden soll; 3) wieder Salzsäure; 4) von der zu untersuchenden Flüssigkeit und so abwechselnd fort. Wenn auch noch so wenig Arsenik vorhanden ist, so sammelt er sich in dem nicht erhizten Theil der 2 1/5 Linien weiten Glasröhre und da man das am ausgezogenen Ende entweichende Gas entzündet, so braucht man nur einen Porzellanscherben gegen die Flamme zu halten, um zu erfahren, ob ein Theil des Arsenikwasserstoffgases der Zersezung entging. (Comptes rendus, 1840, No. 23.)

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