Titel: Aufweichung des alten Strikwerkes, der Lumpen und anderer zur Papierfabrication brauchbarer Substanzen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1841, Band 79, Nr. LXIII./Miszelle 10 (S. 320)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj079/mi079063_10

Aufweichung des alten Strikwerkes, der Lumpen und anderer zur Papierfabrication brauchbarer Substanzen.

Die Aufweichung der zu Papier zu verarbeitenden Rohstoffe geschieht in der Regel entweder durch Faulenlassen oder durch Stampfen und Stoßen. Das Faulen ist ein chemischer Proceß, welcher einige Vortheile gewahrt, aber auch andererseits so viele Uebelstände mit sich führt, daß die fortschreitende Papierfabrication dieses Verfahren, wenn auch nicht aufzugeben, doch in seiner Anwendung sehr einzuschränken sucht, die Aufweichung der Lumpen durch rein mechanische Mittel kann nur mit einem sehr großen Aufwand an Zeit und Triebkraft stattfinden.

Man kam auf den Gedanken, diese Operation durch Veränderung des Reibungsverfahrens zu verbessern, und bewerkstelligte, diese Idee verfolgend, die Aufweichung endlich, indem man die trokenen oder befeuchteten Substanzen der Einwirkung einer Stoßmühle oder eines verticalen, auf einer festen Unterlage sich drehenden Mühlsteins unterwarf.

Der ausgesuchte, gebleichte, mittelst dieser Maschine zerquetschte Lumpen braucht nur mehr gesiebt zu werden, ehe er in den Holländer kömmt und dann in Papier verwandelt wird. Man könnte sogar die Anwendung des lezteren ersparen, wenn das Sieben des Lumpens so geschieht, daß er den nöthigen Grad der Reibung sogleich erfährt. Selbst das Sieben ist nicht ganz unentbehrlich. (Echo du monde savant 1841) No. 603.)

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