Titel: Elasticität des Wasserdampfs.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1841, Band 79, Nr. LXIII./Miszelle 3 (S. 316–317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj079/mi079063_3

Elasticität des Wasserdampfs.

Biot überreichte der Akademie der Wissenschaften in Paris eine auf 15 konstante Decimalen ausgerechnete Tabelle über die elastische Kraft des Wasserdampfs; er gab sich die Mühe, die Versuche auf 0° zurükzuführen und dehnte sie auf alle Grade von – 20° bis + 220° C. aus. Diese mit aller möglichen Umsicht und der subtilsten Genauigkeit ausgeführten Versuche führten zu einer mit den Versuchen Arago's und Dulong's, Taylor's und Gay-Lussac's vollkommen übereinstimmenden Formel. Der Tabelle der Temperaturen mußte auch eine andere über die aus der Ausdehnung des Glases hervorgehenden Veränderungen beigefügt werden, welche jedoch unterhalb 100° C. unmerklich sind. Dieß geschah für jeden Grad von 100 bis 300° des Queksilberthermometers. Mit Beihülfe der von Dulong von 50 zu 50°, bei – 50° anfangend bis + 200° berechneten Correctionen für die Ausdehnung des Glases konnte eine allgemeine Formel deducirt werden, welche mit den Beobachtungen übereinstimmte. Der Verf. hatte bei dieser großen Arbeit, bei aller Absicht der Industrie nüzlich zu seyn, vorzüglich die Fortschritte der physischen Wissenschaften im Auge. Es waren nun noch die äußersten Gränzen jener parabolischen Formen, welche diese Geseze so übereinstimmend mit der Erfahrung darstellen, zu bestimmen übrig, was ebenfalls geschah und ergab, daß die Formel zu einem nur bei 800 Atmosphären Druk zu erreichenden Maximum führt. Diese Formel, welche sich von – 20° bis + 220° bewährte, muß also auch noch weit darüber hinaus richtig seyn. Biot versäumte nicht, seine Formel mit der von Arago und Dulong für die, |317| über 220° gehenden Temperaturen des Queksilberthermometers (und über 225° des Luftthermometers) empirisch gegebenen Formel zu vergleichen. (Echo du monde savant 1841, No. 603.)

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