Titel: Budi's Legirung zum Verzinnen des Gußeisens.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1841, Band 79, Nr. LXXXII./Miszelle 6 (S. 398)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj079/mi079082_6

Budi's Legirung zum Verzinnen des Gußeisens.

Das reine Zinn läßt sich nur schwer auf Gußeisen anbringen und adhärirt ihm auch nicht so gut, daß man eine Verzinnung von einiger Dauer erhielte. Hrn. Budi gelang es, eine Legirung zusammenzusezen, welche nicht nur dem Gußeisen sehr stark adhärirt, und zwar ohne daß es nöthig wäre dasselbe abzudrehen, indem das bloße Abschleifen, mit Sandstein genügt, sondern die auch überdieß strengflüssiger, harter und weißer als das reine Zinn ist.

Das verzinnte Gußeisen dürfte in den Haushaltungen und besonders bei den unbemittelten Classen sehr in Gebrauch kommen; aber auch zum Verzinnen des Kupfers dürfte Budi's Legirung wegen ihrer Härte und Weiße dem reinen Zinn vorgezogen werden, weil eins solche Verzinnung schöner und viel dauerhafter ist als die gewöhnliche, ohne daß sie viel mehr kostet.

Diese Legirung besteht in 100 Theilen aus:

Zinn 89
Nikel 6
Eisen 5
––––
100

In Salzsäure löst sie sich vollständig auf. Budi hat sich für dieselbe (in Frankreich) ein Erfindungspatent ertheilen lassen. (Echo du monde savant 1841, No. 608.)

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