Titel: Aufbewahrung der Eier des Seidenschmetterlings.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1841, Band 79, Nr. C./Miszelle 11 (S. 467)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj079/mi079100_11

Aufbewahrung der Eier des Seidenschmetterlings.

Man läßt die Schmetterlinge ihre Eier auf ziemlich abgenüzte wollene, 4 Fuß 6 1/2 soll messende Lumpen legen und läßt sie dort, wo sie gelegt wurden, liegen, bis sie die Farbe, welche sie das ganze Jahr behalten, angenommen haben. Ist dieß geschehen, so nimmt man diese Lumpen, welche auf Rahmen lagen, und nur auf einer Seite Wurmsamen empfingen, herunter, und legt sie übereinander, jedoch mit der Vorsicht, zwischen jeden allemal ein Blatt feines Papier zu bringen. So geordnet wikelt man sie in ein dünn gewobenes Tuch und näht sie mit einer langen, feinen Nadel zusammen, indem man von Stelle zu Stelle nach allen Richtungen Stiche macht, so daß die Lappen sich niemals übereinander biegen können. Man legt dann an eine Seite des Paks einen kleinen, leichten Stab, der an beiden Enden um einige Zoll darüber hinausgeht, und bindet an diese Enden einen ziemlich starken und wenig gespannten Bindfaden, um den Pak aufhängen zu können. Um dann die Eier bis zum Frühjahr aufzubewahren, hängt Hr. Amans Carrier die ganze Vorrichtung an die Deke eines gegen Norden und 12 Fuß hoch liegenden Hausflurs, der von fünf Thüren her, welche den Tag über viel geöffnet werden, frische Luft erhält, deren eine zum Keller und eine auf die Straße führt. Hier befinden sich die Eier vor Hize, Feuchtigkeit und vor den Angriffen der Ratten und Insecten gesichert. Ein an den Pak angelegter Thermometer zeigte, daß die Temperatur derselben in den kältesten Wintertagen nicht unter 2 bis 3 Kältegrade herabging. (Echo du monde savant, 1841, No. 600)

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