Titel: Analyse des Wassers vom artesischen Brunnen in Grenelle.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1841, Band 80, Nr. XXXIX./Miszelle 8 (S. 156–157)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj080/mi080039_8

Analyse des Wassers vom artesischen Brunnen in Grenelle.

Hr. Payen hat dieses Wasser analysirt, nachdem es von den darin suspendirten Körpern durch Filtriren befreit worden war. Es enthält in 400,000 Theilen:

|157|
kohlensauren Kalk 6,80
kohlensaure Bittererde 1,42
doppeltkohlensaures Kali 2,96
schwefelsaures Kali 1,20
salzsaures Kali 1,09
Kieselerde 0,57
gelbe Substanz 0,02
stikstoffhaltige organische Substanzen 0,24
–––––
14,30

Hienach enthält das Wasser des Bohrbrunnens beiläufig um die Hälfte weniger Kalksalze als das Seinewasser, und überdieß keinen schwefelsauren Kalk, welcher für viele Anwendungen die nachtheiligste Substanz ist. Das Wasser von Grenelle würde also in den Dampfkesseln keine so starke Kruste erzeugen und auch zum Auflösen von Seife vorzuziehen seyn. Sein Gehalt von Kalisalzen und besonders von kohlensaurem Kali verdient die Aufmerksamkeit der Geognosten; er erklärt auch die Abwesenheit des schwefelsauren Kalks. 100 Liter Wasser enthalten in dem Augenblik, wo sie zu Tage kommen, 1 8/10 Liter Gas, worin 0,15 Kohlensäure. Die gelbe Substanz, welche in so geringer Menge im Wasser enthalten ist, kommt auch im Seinewasser vor. (Echo du monde savant, No. 621.)

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