Titel: Lamberts wohlfeile Seife.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1841, Band 80, Nr. LIX./Miszelle 9 (S. 239–240)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj080/mi080059_9

Lamberts wohlfeile Seife.

John Lambert in Coventry Street, Westminster, ließ sich am 15. Jan. 1841 ein Patent auf Verbesserungen in der Seifenfabrication ertheilen, welche in der Erzeugung eines wohlfeilen Seifenleims oder einer Pasta bestehen, die mit der Seife vermischt werden soll. Diesen Seifenleim erhält man auf folgende Art: Knochen werden zuerst mit Schwefelsäure gereinigt, in kleine Stüke zerstoßen, in ein geeignetes Gefäß so eingelegt, daß möglichst wenig Zwischenräume bleiben und dann mit kaustischer Lauge von 1,120 bis 1,140 spec. Gewicht übergossen. Nach Verlauf von 14 Tagen oder 3 Wochen werden diese Materialien die Consistenz des Bratenfetts erlangt haben. Man läßt sie dann durch drei über einander angebrachte Walzenpaare gehen; eine Walze jedes Paars dreht sich schneller als die andere, so daß auf die hindurchpassirende Substanz nicht nur Druk, sondern auch Reibung ausgeübt wird. Nachdem die Pasta durch diese Walzen gegangen ist, erhizt man sie mittelst Dampf und sie ist dann als Zusaz zur Seife geeignet; man rührt sie in die Seife gut ein, ehe dieselbe in die Formkästen gegossen wird.

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Die Pasta wird verbessert, wenn man 100 Pfd. derselben noch mit 10 Pfd. Talg und 10 Pfd. Lauge versezt. Sollte sie zu dünn seyn, so müßte man sie durch längeres Erhizen und Verdampfen der überschüssigen Feuchtigkeit in einen festeren Zustand versezen, ist sie zu dik, so verdünnt man sie mit kaustischer Lauge. Um gemeine Seife zu erhalten, kann man 2/3 Pasta auf 1/3 Seife nehmen. (Mechanics' Magazine, No. 913.)

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