Titel: Ueber das in Rußland erfundene, Carbolin genannte Brennmaterial.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1841, Band 80, Nr. LXXX./Miszelle 4 (S. 315)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj080/mi080080_4

Ueber das in Rußland erfundene, Carbolin genannte Brennmaterial.

Im zweiten Märzheft des polyt. Journals (Bd. LXXIX. S. 319) wurde über das Carbolin berichtet, ein von Hrn. Weschniakoff erfundenes neues Brennmaterial. Die Behauptungen des als Quelle genannten russischen Journals werden aber, was das Zeugniß des Capitäns Waters und seines Ingenieurs Dinnen betrifft, durch Bekanntmachung ihres Schreibens einigermaßen Lügen gestraft. Beide bemerken, man könne die angestellten Versuche mit dem von Hrn. Weschniakoff erfundenen Brennmaterial durchaus keine genügende Probe nennen, indem sie zu einer solchen nicht genug Brennmaterial erhalten hatten. Die Behauptung im russischen Journal, daß der Sirius mit den englischen Steinkohlen 6 1/2 Knoten in der Stunde, mit dem neuen Brennmaterial aber 7 Knoten zurükgelegt hatte, sey entschieden falsch. Indeß geben beide zu, daß dieß Brennmaterial das stärkste Feuer gibt, welches sie je gesehen hätten, daß sie aber bei weitem keine hinreichende Menge gehabt hätten, um über seine Kraft und auch darüber ein Urtheil zu fällen, ob dieß Brennmaterial, wenn es in größerer Masse der Feuchtigkeit und Reibung ausgesezt ist, sich nicht von selbst entzünde. Eines sey ganz sicher, daß die jezigen Roste der Dampfkessel für die Consumtion eines so mächtigen Brennmaterials, wie das von Weschniakoff erfundene, durchaus unpassend seyen.

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