Titel: Verbesserung in der Bereitung des Eisens; von J. J. Guest und T. Evans zu Dowlair in Glamorganshire.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1841, Band 80, Nr. LXXX./Miszelle 7 (S. 316)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj080/mi080080_7

Verbesserung in der Bereitung des Eisens; von J. J. Guest und T. Evans zu Dowlair in Glamorganshire.

Die Verbesserung besteht vorzüglich in der Einbringung von Wasserdampf in den Puddelofen während das Eisen in dem gewöhnlich sogenannten Zustand des Gährens oder Aufgeblasenseyns sich befindet. Der Erfolg dieser Maßregel scheint sehr von der Sorgfalt abzuhängen, womit man den Dampf in genaue Berührung mit dem schmelzenden Eisen zu bringen sucht, was mittelst schmiedeiserner Röhren geschieht, die sich ineinander einschieben, wie ein Perspectiv oder ein Fernrohr. Die Röhre, welche den Dampfstrahl von sich gibt, hat 20 Millimeter (9 Par. Linien) im Durchmesser, und der Dampf wird unter einem Druke von 1,03 Kil. für den Quadratcentimeter demselben zugeführt. Diese Röhren werden je nach der Menge des in dem Ofen befindlichen flüssigen Metalls mittelst eines gehörig angebrachten Hebels aufgehoben oder niedergesenkt.

De Erfinder rathen auch, Wasserdampf in den Frischofen durch dieselben Oeffnungen, wie den Wind, wenn die Flossen im Flusse sind, einzulassen. Die Menge und der Druk dieses Dampfes bestimmen sich nach der Güte des Metalls. Damit bei diesem Verfahren die Wände, die Brüke und der Herd des Ofens keine Brandbeschädigung erleiden, bringt man, sobald man das Loch geöffnet hat, eine gewisse Menge Dampfs auf die schmelzenden Schlaken, bis sie eine teigige Consistenz annehmen. Dieser Teig wird dann mittelst des Hakens längs des hintern Theils der Wand und der Ofenbrüke gesammelt und aufgehäuft, um alle Höhlungen, welche sich durch die Wirkung des Feuers Während der vorausgehenden Anwendung der Hize am Eisen hätten bilden können, auszufüllen. Die Anwendung der Schlaken in diesem Zustand erhält das Eisen rein und frei von allen fremden Stoffen, welche mit der Anwendung von Thon und Kalkstein sonst immer verbunden sind. Zu diesem Zwek hat man eine Dampfröhre von 12–13 Millimeter (5 1/2 Lin.) Durchmesser und der Dampf wird unter einem Druke von 1,50 Kilogramm für den Quadratcentimeter hinausgetrieben. Dieser Dampf kann in einer in dem Schornstein des Ofens befindlichen Röhre oder einem Cylinder erzeugt, oder von einem gewöhnlichen Dampfkessel geliefert werden. (Echo du monde savant, 1841, No. 627)

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