Titel: Bereitung des eisenblausauren Kali's in England.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1841, Band 80, Nr. XCIX./Miszelle 5 (S. 398)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj080/mi080099_5

Bereitung des eisenblausauren Kali's in England.

Das eisenblausaure Kali wird in Camphie (Schottland) sehr schön und in so großen Krystallen dargestellt, wie man sie in Frankreich selten sieht.

Sehr stikstoffreiche thierische Substanzen werden, mit kohlensaurem Kali gemengt, in eine Reihe gußeiserner Kessel gebracht, welche man mit Dekeln versehen auf die Oefen stellt. Wenn durch Glühen alle ammoniakalischen Gase ausgetrieben sind, sezt eine Dampfmaschine die Rührer in Bewegung, welche in jeden Kessel tauchen und die Masse gut untereinander rühren. Nachdem die Schmelzung den gehörigen Punkt erreicht hat, hütet man sich wohl, die Masse in kaltes Wasser zu werfen, wie dieß noch in vielen Fabriken geschieht, weil man hiedurch Gefahr liefe, einen Theil des gebildeten blausauren Kali's zu zersezen, sondern man läßt sie langsam erkalten und löst sie dann erst in Wasser auf. Vor dem Abdampfen der Lauge sezt man der Flüssigkeit etwas Eisenvitriol zu, um etwa vorhandenes blausaures Kali in eisenblausaures zu verwandeln. Wenn die Flüssigkeit eingedampft ist, läßt man die Krystallisation in Bleigefäßen langsam erfolgen und taucht Platten desselben Metalls in dieselben, an welche sich die sehr großen Krystalle anlegen. – F. Praisser. (France industrielle 1841 No. 17.)

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