Titel: Ueber die Bereitung des Carboleins.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1841, Band 80, Nr. CXVI./Miszelle 10 (S. 463–464)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj080/mi080116_10

Ueber die Bereitung des Carboleins.

Hr. R. G. Koch (No. 50, rue du Faubourg-Poissonnière in Paris) theilt im Namen des Hrn. v. Weschniakoff einige Details über die Fabrication des neuen Brennmaterials mit, welche sehr einfach ist; das Carbolein ist nämlich bloß eine künstliche fette Kohle. Man verbindet gepulverte oder gestoßene Steinkohle oder andere Kohlen mit einer hinreichenden Menge thierischen |464| oder Pflanzenöhls von der geringsten Sorte; dieses Gemenge wird einem sehr starken Druk ausgesezt, wodurch die Stüke so fest wie Stein werden. Zu seiner Verfertigung kann man das schlechteste Oehl und den Steinkohlenstaub benuzen. In hundert Theilen Kohlen bleiben nach dem Pressen nur sieben Theile Oehl zurük. – Das neue Brennmaterial gibt bei gleichem Volumen fünfmal mehr Wärme als die besten Steinkohlen, was ein außerordentlicher Vortheil, besonders für die Dampfboote ist, und für seinen höheren Preis mehr als entschädigt. (Echo du monde savant; 637.) In England fabricirt man schon seit einigen Jahren aus Steinkohlenklein mittelst Pechs, Theers etc. unter Zusaz von Lehm und anderen Erden Brennziegel, welchen man durch Pressen eine harte Consistenz gibt51), und es war vorauszusehen, daß das Carbolein im Wesentlichen auf dieselbe Art bereitet wird, daß jedoch das Pech oder der Theer hauptsächlich durch fette und öhlige Substanzen ersezt sind, weil es nach den Berichten in öffentlichen Blättern eine sehr lebhafte und heiße Flamme liefert.

D. Red.

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Man vergl. S. 392 im vorhergehenden Heft des polytechn. Journals.

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