Titel: Letternabgüsse in Kupfer durch Galvanismus erzeugt.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1841, Band 80, Nr. CXVI./Miszelle 5 (S. 461)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj080/mi080116_5

Letternabgüsse in Kupfer durch Galvanismus erzeugt.

Man bedekt die ganze Drukform mit etwas weichem, schwarzem Wachs, streicht das Ueberflüssige bis zur Höhe der Lettern mittelst eines hölzernen Lineals ab, drükt dann ein Duzend Makulaturbögen, welche das in den Spatien und in dem Raum innerhalb der Lettern befindliche Wachs hinwegnehmen. Wenn die Makulatur weiß abgehoben wird, berührt sie das Wachs nicht mehr und ist diese Operation vollendet. Man bringt hierauf die Form in den galvanoplastischen Apparat; es sezt sich Kupfer ab und man erhält eine vertiefte, metallene Drukplatte, welche auf eine hölzerne Walze genagelt, durch fortgesezte Umdrehung täglich 20,000 Abdrüke liefern kann. Man darf nicht vergessen, die Form mit Graphit zu bestreuen, welcher sich an das Wachs hängt, damit sich das Kupfer über die ganze Form hin abseze. – Der „Belgische Courier“ macht dieß bekannt, um das Patentiren dieses Verfahrens in ganz Europa (!) zu verhindern. (France industrielle 1841, No. 20.) Ein so mit Lettern vertieft gravirter Cylinder müßte auf einer den Walzendrukmaschinen in den Kattunfabriken ähnlichen Maschine mit Hülfe einer Rakelfeder abgedrukt werden. D. Red.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: