Titel: Harper's Eisenbahn-Schienenstühle.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1841, Band 81, Nr. VIII. (S. 34–35)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj081/ar081008

VIII. Harper's patentirte Eisenbahn-Schienenstühle.

Aus dem Civil Engineers and Architects' Journal. März 1841, S. 88.

Die beigefügten Abbildungen geben eine Darstellung des patentirten Schienenstuhls, welcher im November 1839 auf der South-Western-Eisenbahn ungefähr 1/2 Meile unterhalb der Winchester Station auf einer Streke von 100 Yards eingeführt wurde; seit dieser Zeit gingen die Trains regelmäßig über diese Streke hinweg.

Der residirende Ingenieur Edward Dixon stattete bis zum 28. Dec. 1840 öfters günstige Berichte über diese Schienenstühle ab, wovon wir hier einen Auszug folgen lassen.

„Das Princip ist gut, indem die Pflöke entbehrlich werden, und die außerordentlichen Nachtheile wegfallen, welche aus dem Bersten der Unterlagsschwellen in Folge des Bohrens und Einkeilens hervorgehen. Um über den Unterschied rüksichtlich des Geräusches ein bestimmtes Urtheil zu geben, habe ich diesem Gegenstande nicht die hinreichende Aufmerksamkeit gewidmet; das Resultat ist indessen in dieser Hinsicht gewiß günstig.

Ich wünschte diese Schienenstühle in größerer Ausdehnung gelegt zu sehen, indem sie der gegenwärtigen Methode gegenüber mehrere Vortheile gewähren.

Da wohl keine Schienenstühle zerbrochen eingesezt wurden, und seither auch keine gebrochen sind, so schließe ich, daß sie zum Brechen weniger geneigt sind als die alten Schienenstühle; da keine Pflöke eingetrieben sind, so ist auch die Gefahr vermindert. Bei gehöriger Sorgfalt auf die Schiene nach Befestigung des Schienenstuhls ist ein Bruch in Folge eines Fehlschlages mit dem Hammer auf die Baken des Stuhls nicht leicht zu befürchten, indem das Holz, welches denselben an seiner Stelle erhält, einige elastische Nachgiebigkeit besizt.“

Die Directoren der Eisenbahncompagnie haben zu der Einführung der Harper'schen Methode ihre Zustimmung gegeben, und der Ober-Ingenieur Joseph Locke hat zu einem an dem Gosportzweig nahe bei Winchester anzustellenden Versuch die Anordnungen getroffen.

Der Patentträger gibt die Kostenersparniß nahe an 300 Pfd. per engl. Meile an, die aus seiner Methode resultirenden Vortheile abgerechnet.

C, C, Fig. 32, sind die Baken des verbesserten Schienenstuhls; |35| W der eichene Keil, worauf die Schiene ruht; S, S die Unterlagsschwelle.

Fig. 33 ist eine perspectivische Ansicht des Stuhls.

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