Titel: Farbloser Copalfirniß.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1841, Band 81, Nr. XX./Miszelle 9 (S. 79–80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj081/mi081020_9

Farbloser Copalfirniß.

Da zu diesem Zwek nicht jeder Copal brauchbar ist, so muß man – bei dem Auslesen desselben – jedes Stük einzeln nehmen und einen Tropfen Ol. anthos opt. darauf träufeln. Diejenigen Stüke, welche an der benezten Stelle weich werden, sind brauchbar. Diese werden alsdann fein pulverisirt, durch ein Haarsieb getrieben und hierauf in ein Glas gethan, in welchem das Pulver den Boden indessen nur 1/2 Zoll hoch bedeken darf. Dann übergießt man es eben so |80| hoch mit Ol. anthos und rührt die Mischung einige Minuten lang um, worauf sich diese zu einer zähen Flüssigkeit auflösen wird. Diese läßt man 2 Stunden lang stehen, gießt dann 3 bis 4 Tropfen höchst rectificirten Alkohols langsam darauf, und vertheilt ihn über die öhlige Masse, indem man das Gefäß nach verschiedenen Richtungen langsam neigt. Dieses Verfahren wird nach und nach wiederholt, bis sich Alles innig vermischt und der Firniß die gehörige Consistenz angenommen hat. Dann lasse man ihn einige Tage stehen, damit er klar werde, und gieße ihn vom Bodensaze ab. Dieser – unter Ausschluß der Wärme – bereitete Copalfirniß läßt sich mit gleich gutem Erfolge auf Holz und Metall anwenden. (Jahrbuch der prakt. Pharm. 1841, S. 224.)

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