Titel: Ueber Hartmachen des Gypses, von Coulier.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1841, Band 81, Nr. LX./Miszelle 7 (S. 236)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj081/mi081060_7

Ueber Hartmachen des Gypses, von Coulier.

Wer sich mit plastographischen Versuchen und Gegenabdrüken gypsener Formen beschäftigt, weiß, wie viel Schwierigkeiten man dabei wegen der geringen Härte dieser Substanz zu bekämpfen hat, welche beim ersten Abdruk gewöhnlich schon springt, und manchmal sogar beim Eintauchen in die Lösung von schwefelsaurem Kupfer zergeht. Die HHrn. Savoye und Greenwood haben daher in dieser Beziehung einen wichtigen Dienst geleistet, indem sie ein Verfahren, freilich etwas kostspielig, zum Hartmachen des Gypses angaben. Vor der Bekanntmachung ihrer Entdekung (S. 76 in diesem Bande des polyt. Journals) habe ich aber schon in Folge zahlreicher Versuche folgendes Verfahren sehr befriedigend gefunden.

Nachdem ich eine cylindrische Dute aus starkem, mit Bindfaden über die Peripherie gebundenem, Papier über die Medaille gemacht und die Oberfläche (wenn sie metallisch ist) gehörig eingeöhlt oder (wenn sie von Gyps ist) in Seifenwasser getaucht habe, lasse ich eine hinlängliche Menge zu einem diken Brei angemachten Gyps einlaufen, und fahre mit einem Pinsel im Gyps umher, damit er in die feinen Linien der Form eintrete; nach einiger Ruhe bestreut man den äußeren Theil, die Rükseite der Copie, in ziemlich großer Menge und gleichförmig mit troknem Gyps. Die Härte, welche dieser Abguß bald erlangt, ist mit derjenigen nach dem gewöhnlichen Verfahren gar nicht zu vergleichen und in allen Fällen genügend. (Echo du monde savant 1841, No. 641.)

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