Titel: Beitrag zur Galvanoplastik.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1841, Band 81, Nr. C./Miszelle 7 (S. 397–398)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj081/mi081100_7

Beitrag zur Galvanoplastik.

Um Stahlstiche zu vervielfältigen, kann man mit sehr gutem Erfolge von der Originalplatte einen erhabenen Abdruk im Rose'schen Metall nehmen und auf diesen sodann die Kupferplatte niederschlagen. Ist die Platte sehr groß, so hat das Abklatschen einige Schwierigkeiten; man umgeht sie, wenn man das eben erstarrende Metall mit der Stahlplatte unter eine starke Presse bringt und es unter dieser erkalten läßt. Auch von Kupferplatten, welche man durch die Behandlung im Apparat zu verderben fürchtet, kann man auf diese Weise sich einen Abklatsch verschaffen. Den Stich in Blei abzupressen, ist nicht so zu empfehlen. Der Abdruk wird nicht eben so scharf. Zum Pressen selbst wendet man am vortheilhaftesten einen verticalen Druk und keine Walze an.

Das Anhaften des Kupferniederschlages auf der Originalplatte ist bei Roseschem Metall nicht zu fürchten, wohl aber bei Kupferplatten, namentlich wenn |398| mit ihnen noch nicht gedrukt ist. Es ist nicht etwa ein Anhaften in den eingegrabenen Zügen, sondern namentlich auf der ganz glatten Kupferplatte, welche gar nicht gravirt ist. Ich habe es auch bei geäzten Platten gefunden. Ein sehr feiner Ueberzug mit Oehl, der sorgfältig wieder abgerieben wird, und eine mehrmalige solche Behandlung schüzt gegen diesen Uebelstand. R. F. Marchand. (Journal für praktische Chemie, 1841, Nr. 15.) Schon Dr. Böttger hat darauf aufmerksam gemacht, daß zum Abklatschen von gestochenen Stahl- und Kupferplatten das aus 8 Theilen Wismuth, 8 Th. Blei und 3 Th. Zinn bestehende leichtflüssige Metallgemisch am vortheilhaftesten ist; man vergleiche seine Abhandlung im polytechn. Journal Bd. LXXVIII. S. 51.

D. Red.

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