Titel: Samuel Hill's patentirte Verbesserungen in der Bereitung des Brodes und Biscuits.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1841, Band 81, Nr. C./Miszelle 9 (S. 398–399)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj081/mi081100_9

Samuel Hill's patentirte Verbesserungen in der Bereitung des Brodes und Biscuits.

Der Patentträger versezt die Mehlarten des Weizens, Roggens, der Gerste, des türkischen Weizens, oder des Reises, welche bisher zu diesem Zweke in Gebrauch waren, mit einem oder mehreren der folgenden Ingredienzien, nämlich: Arrow-Root, Tapioka, Cassave, Hirse, oder der Frucht des Palmyrabaums etc.

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Mit 4 Theilen von einem oder mehreren der obigen Ingredienzien vermischt er einen Theil von einem oder mehreren der leztgenannten. Vom Reis nimmt er nur ein Sechstheil bis ein Achttheil der von den erstgenannten Substanzen gebrauchten Quantität und dämpft ihn vor dem Gebrauch, oder kocht ihn mit Wasser gelinde aus; doch ist das Dämpfen vorzuziehen, weil das Brod dann leichter daraus zu bereiten ist. Die Mischung wird dann auf gewöhnliche Weise zu einem Teig geknetet, mit Hefe zum Gähren gebracht und längere Zeit stehen gelassen, damit der Teig aufgehen kann; er wird dann in Laibe geformt und wie gewöhnlich gebaken. Die hier aufgezahlten, bisher zur Brodbereitung noch nicht angewandten Ingredienzien würden zwar für sich allein kein gutes Brod geben, verbessern aber dennoch, wenn sie mit den andern Substanzen vermischt sind, die Qualität des Brodes, indem sie es gesünder und verdaulicher machen; da ferner einige derselben wohlfeiler sind als Weizenmehl, so wird das gemischte Brod billiger zu stehen kommen.

Auch zur Bereitung des Biscuits vermischt er den Teig aus den beiden Classen von Ingredienzien; das Biscuit wird hiedurch auch wohlfeiler und nahrhafter.

Brod für Pferde, Rindvieh, Schafe, junge Schweine, Kälber, Hunde und andere Thiere. Er bereitet ein grobes Brod ohne Hefe aus einer Mischung von Türkischkornmehl, Hafer-, Roggen- und Malzmehl, Trüber, Sago, Paddy-Reis, Cassava, Kartoffeln, Kernmehl, Bohnenmehl, Erbsenmehl, Aepfelträbern etc. und macht zwei oder mehrere derselben zu Brod, mit Wasser, Bier, Jaffna-Moos-Gallerte, Oehl und Fett, oder Griefen. Gewöhnlich nimmt er etwa vier dieser Ingredienzien in ziemlich gleichen Antheilen. Dieses Brod ist für mehrere Thiere sehr nahrhaft und viel transportabler als Heu und Getreide. Viele dieser Ingredienzien dämpft er oder kocht sie mehr oder weniger stark vor ihrer weitern Verarbeitung. (Repertory of Patent-Inventions. Julius 1841, S. 54.)

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