Titel: Neues Verfahren, die Hausthiere zu füttern.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1841, Band 81, Nr. CXI./Miszelle 11 (S. 488)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj081/mi081111_11

Neues Verfahren, die Hausthiere zu füttern.

Im Namen einer aus den HHrn. Barthelemy, Dailly, Huzard und Yvart zusammengesezten Commission erstattete Hr. Darbley einen Bericht über eine neue Art der Fütterung der Hausthiere, welche Hr. Götz, Landwirth und Postmeister in Saverne, einführte, und über die der Hr. Minister der Agricultur das Gutachten der Société d'Agriculture verlangte. Hr. Götz hat bei seinem Verfahren immer im Auge: 1) das Thier zu füllen (lester) und zu ernähren, 2) nach Jahreszeit und Umständen stets das wohlfeilste Futter anzuwenden, 3) bei Anwendung desselben immer, was er aufregende (excitants) und kühlende (réfrigerants) Substanzen nennt, zusammenzubringen. Indem z.B. die Kartoffel mit der Luzerne vermischt wird, modificiren sie sich gegenseitig. Nur ausnahmsweise wendet er das Heu natürlicher Wiesen und Hafer an, ersezt sie aber gewöhnlich durch schlechtere Getreidearten, vorzüglich durch gekochte Kartoffeln, aus welchen er mit gehakter Luzerne eine Art Teig anmacht. Um Luzerne von besserer Qualität zu erhalten, nahm Hr. Götz in seiner Oekonomie das Verfahren des tiefen Abgrabens des Bodens an, um eine Lage Mist darunter zu legen; er unterstüzt so viel als möglich den Ablauf sowohl des Regen- als des infiltrirten Wassers, streut den Samen sehr dicht, d.h. 80, 90, ja bis 100 Kilogr. auf die Hektare aus, anstatt der gewöhnlichen 18 bis 22 Kilogr. in der Absicht, ein sehr dichtstehendes, feines, volles Futter zu erhalten, welchem er weit bessere Eigenschaften zuschreibt als dem gewöhnlichen. – Die Commission stellte an die Société d'Agriculture ihr Gutachten dahin, die Constatirung der Resultate dieser Verfahrungsarten an Ort und Stelle zu veranlassen. (Echo du monde savant 1841, No. 660.)

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